Hagener Wald

Hagener Forstleute planen neuen Betriebshof im Deerth

Der Wirtschaftsbetrieb Hagen möchte im Deerth den Forststandort für etwa 3,5 Millionen Euro erheblich erweitern.

Der Wirtschaftsbetrieb Hagen möchte im Deerth den Forststandort für etwa 3,5 Millionen Euro erheblich erweitern.

Foto: Wirtschaftsbetrieb Hagen / WBH

Hagen.  Der Wirtschaftsbetrieb Hagen möchte seine forstwirtschaftlichen Einrichtungen an einem neuen Betriebshof im Deerth bündeln – hier die Pläne.

Der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) plant, die Forst-Standorte Kurk und Deerth zu einem großen Betriebshof am Deerth zusammenzulegen. Ziel ist es, an dem neuen Standort sämtliche Anforderungen an eine moderne und effiziente Forstwirtschaft zu bündeln und letztlich auf dem Standard des 21. Jahrhunderts zu realisieren. Dafür sind Investitionskosten von etwa 3,5 Millionen Euro vorgesehen. Der WBH-Verwaltungsrat hat in seiner jüngsten Sitzung noch weitere Detailinformationen eingefordert, bevor entsprechende Planungen vorangetrieben werden.

Bislang liegt lediglich eine Entwurfsskizze auf dem Tisch, die stattliche Neubauten für die insgesamt 14 forstlichen Mitarbeiter auf dem bereits vorhandenen Betriebshof oberhalb der AWO-Drogenklinik vorsieht. „Damit bewegen wir uns ins Zentrum unserer Forstbestände“, betont WBH-Vorstand Hans-Joachim Bihs, dass der Standort zentral gelegen sei und sowohl von der Hagener Innenstadt, aber auch aus Haspe oder mit Forstfahrzeugen sogar aus Eilpe gut angefahren werden könne. Zudem biete es sich an, unweit der beliebten Wildgehege sowohl den Schlachtbetrieb für die Jägerschaft als auch die Waldpädagogik (siehe Infobox) anzusiedeln.

Planungen sollen jetzt beginnen

„Für uns ist es strategisch absolut notwendig, eine neue Zentrale zu haben“, führt Bihs vor allem logistische Gründe an. Allerdings müsse jetzt auch mit den konkreten Planungen begonnen werden, da die forstwirtschaftlichen Einrichtungen im Kurk lediglich noch mit erheblichem finanziellen Aufwand zu halten seien.

An den bestehenden Standorten werden inzwischen die arbeitsschutzrechtlichen Standards kaum noch erfüllt, die Sanitärausstattung ist völlig unzureichend, es fehlt an Büroräumen mit adäquater Ausstattung, Schulungsräumen und ausreichenden Unterstellmöglichkeiten für Forstfahrzeuge und -anhänger. Zudem fehlt es den Forstleuten an Lagerkapazitäten für das in den vergangenen Jahren boomende Kaminholzgeschäft, das ebenfalls schon rund um den Deerth angesiedelt ist.

Große Lagerhalle für Kaminholz

All diese Defizite könnten durch die Neubauten im Stadtwald auf einen Schlag beseitigt werden, während die Einrichtungen am Kurk – mal abgesehen vom Forsthaus – aufgegeben und abgerissen könnten, so die Überlegungen des WBH-Chefs. Mit einer Zufahrt von der Deerthstraße aus sollen auf dem Scheitelpunkt des Höhenzuges zwei Gebäude entstehen: Neben einer offenen, aber überdachten Lagerhalle für Kaminholz ist an ein Funktionsgebäude mit Fahrzeughalle und Werkstatt gedacht, das zudem über ausreichende Sozialräume, Büros sowie einen Schulungs- und Seminarbereich verfügt.

Chance für Geothermieanlage

„Ich stelle mir einen Bau, der vorzugsweise aus Holz besteht, vor, der aber gleichzeitig mit großen Glasflächen einen Blick über die Hagener Höhen und Wälder eröffnet und seine Energieversorgung aus einer Geothermieanlage bezieht“, skizziert Bihs seine Idealvorstellungen von dem neuen Deerth-Forstbetriebshof, „am Ende ist das alles eine Frage der Kosten.“ Als Realisierungszeitraum rechnet der WBH-Vorstand mit einem Zeitraum von drei Jahren.

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