Sichere Häfen

Hagen: Stadt bietet weiter Hilfe für Menschen aus Moria an

Ein Kind spielt im Flüchtlingslager Moria mit einem Spielzeugauto. Die Stadt Hagen bietet weiterhin Hilfe für die Menschen in Not an, die nach Deutschland kommen.

Ein Kind spielt im Flüchtlingslager Moria mit einem Spielzeugauto. Die Stadt Hagen bietet weiterhin Hilfe für die Menschen in Not an, die nach Deutschland kommen.

Foto: Petros Giannakouris / dpa

Hagen.  Die Stadt Hagen bietet Hilfe für acht Menschen aus dem abgebrannten Flüchtlingslager Moria an. Die Hintergründe.

Bereits im September hatte Oberbürgermeister Erik O. Schulz erklärt, dass die Stadt Hagen in Not geratene Menschen aus dem abgebrannten Flüchtlingslager Moria auf Lesbos aufnehmen wolle und helfen will. Die Stadt sehe das als eine „humanitäre Verpflichtung“, der man jederzeit gerecht werden wolle, betonte Schulz und verwies auch auf die Verantwortung, die man als Bündnispartner des Bündnisses „Sichere Häfen“ trage.

Hilfe für acht Menschen

Der Rat hatte bereits im Februar mit überwältigender Mehrheit beschlossen, sich dem Bündnis anzuschließen und Hilfe anzubieten, wenn sie benötigt wird – wie im Fall Moria. Neue Entwicklungen gibt es seit der ersten Erklärung allerdings noch nicht.

„Die Stadt hat jetzt ganz konkret noch einmal die Aufnahme von acht Geflüchteten angeboten“, sagt Stadt-Sprecherin Clara Treude zu den aktuellen Entwicklungen. „Über die Zuweisung der Menschen, die nach Deutschland kommen, entscheiden aber letztlich nicht wir. Wir können unsere Hilfe nur wiederholt anbieten und äußern, dass wir hier in Hagen helfen wollen.“

Ausreichend Wohnraum steht zur Verfügung

Die Kosten für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge werden durch das Land getragen. Zusätzliche Kosten entstehen hier beispielsweise nur durch Beschulung. Falls eine Aufnahme von Erwachsenen erfolgt, beträgt die Erstattung des Landes bisher 10.392 Euro pro Jahr. Nach einer Evaluation des Landes liegen die Kosten tatsächlich bei 14.750 Euro. Bis zum Abschluss des Asylverfahrens beträgt die jährliche Differenz somit 4.358 Euro. „Eine Anpassung der Landespauschale ist in Aussicht gestellt“, hieß es dazu zuletzt in einer Stellungnahme der Stadt.

Mit der Erklärung, acht Geflüchtete aufzunehmen, habe man sich an anderen Städten ähnlicher Größe aus dem Umkreis orientiert, die ebenfalls aktiv ihre Hilfe angeboten haben. „Auch für die Unterbringung wäre natürlich gesorgt“, betont Clara Treude.

So ständen in Hagen beispielsweise ausreichend Wohnungen zur Verfügung, „in denen vorwiegend Familien, die gemeinsam nach Deutschland kommen, untergebracht werden können.“ Die Unterbringung richte sich dabei immer nach den Umständen. „Unbegleitete minderjährige Geflüchtete kommen dann eher in einer Gemeinschaftsunterkunft unter.“

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