Deutsche Bahn

Südwestfälische IHK kämpft um ICE-Verbindungen in Hagen

SIHK-Hauptgeschäftsführer Ralf Geruschkat protestiert gegen die Pläne der Deutsche Bahn AG, weniger ICE-Verbindungen von Hagen aus anzubieten.

Foto: Michael Kleinrensing

SIHK-Hauptgeschäftsführer Ralf Geruschkat protestiert gegen die Pläne der Deutsche Bahn AG, weniger ICE-Verbindungen von Hagen aus anzubieten.

Hagen.   Der Wegfall von ICE-Verbindungen nach Berlin der Deutschen Bahn stößt auf den Widerstand der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer.

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Ein breites Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft aus der bergisch-märkischen Region protestiert gegen Pläne der Deutschen Bahn, die ICE-Verbindung nach Berlin deutlich zu reduzieren.

Halbierte ICE-Verbindung nach Berlin und Köln falsches Zeichen für die Wirtschaft

In einem Schreiben an die Bahn-Spitze sowie die Verkehrsministerien in Berlin und Düsseldorf fordern die Unterzeichner den Stopp solcher Überlegungen. „Es wäre ein fatales Zeichen für unsere beiden Wirtschaftsregionen und den Bahnknotenpunkt Hagen, wenn die ICE-Verbindung nach Berlin und Köln halbiert würde. Wir verlangen deshalb, dass es bei der stündlichen Anbindung bleibt“, betont Ralf Geruschkat, Hauptgeschäftsführer der Südwestfälischen Industrie-und Handelskammer (SIHK).

Geplanter ICE-Sprinter auf Wupper-Strecke soll Verkehr behindern

Zudem wird der stattdessen auf der Wupper-Strecke geplante ICE-Sprinter, zu massiven Behinderungen im Regionalverkehr führen. Denn um den Sprinter überholen zu lassen, müsste die Reisegeschwindigkeit der Regionalzüge reduziert werden. Verspätungen und verpasste Züge wären die Folge. „Damit würden die Bahnkunden im bergisch-märkischen Raum doppelt benachteiligt. Das ist inakzeptabel“, so Geruschkat weiter.

Der ICE ist eine äußerst schnelle und komfortable Verbindung in die Bundeshauptstadt und damit eine attraktive Alternative zum Flugzeug. „Insofern ist die stündliche Anbindung ein wichtiger Standortfaktor für die regionale Wirtschaft“, macht der SIHK-Chef deutlich.

Breites Bündnis der Bergischen und Südwestfälischen IHK

Der Protest wird gemeinsam von der Bergischen und der Südwestfälischen IHK organisiert. Unterstützt wird er von den Oberbürgermeistern der Städte Hagen, Remscheid, Solingen und Wuppertal, den Landräten des Ennepe-Ruhr-Kreises und des Märkischen Kreises, den Kreishandwerksmeistern der Region, dem Märkischen Arbeitgeberverband, den Rektoren der regionalen Hochschulen, unter anderem der Fernuniversität Hagen und der Fachhochschule Südwestfalen, sowie dem Verkehrsverband Westfalen.

„Wir sind zwei starke und wichtige Wirtschaftsregionen und wir wollen uns von der Bahn nicht einfach abhängen lassen. Unser breites Bündnis zeigt, wie wichtig dieses Anliegen für das Bergische Städtedreieck und für Südwestfalen ist“, so der SIHK-Chef abschließend.

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