Benefiz-Aktion

Hagen: 20.000 Euro für Kinder- Jugendprojekte

Werben für den Lions-Kalender (vorne von links):  Dagmar Halbe, Verena Idel, Siegfried Rubbert sowie (hinten von links) Jörg Klepper, Anja Schöne, Meinolf Korte, Hans-Dieter Fischer und Jörg Könemann.

Werben für den Lions-Kalender (vorne von links):  Dagmar Halbe, Verena Idel, Siegfried Rubbert sowie (hinten von links) Jörg Klepper, Anja Schöne, Meinolf Korte, Hans-Dieter Fischer und Jörg Könemann.

Foto: Yvonne Hinz / WP/Yvonne Hinz

Hagen.  Der Lions-Club Hagen-Mark unterstützt mit seiner traditionellen Kalenderaktion vier Kinder- und Jugendprojekte mit jeweils 5000 Euro.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Zahlen sind beachtlich: Zum 14. Mal veranstaltet der Lions-Club Hagen-Mark seine Adventskalender-Aktion, die in den vergangenen Jahren mehr als 275.000 Euro eingespielt hat. Mit dem Geld wurden bislang 42 soziale Projekte in Hagen und Umgebung gefördert.

„Auch in diesem Jahr bieten wir wieder 4000 Kalender, von dem jeder auch gleichzeitig ein Los ist, für fünf Euro zum Kauf an. Und jedes Los gewinnt“, wirbt Meinolf Korte, Activity-Beauftragter des Clubs, für den Erwerb des Kalenders.

Die auf diesem Weg zusammenkommenden 20.000 Euro werden komplett und in gleichen Teilen vier Projektträgern zur Verfügung gestellt. Dabei achtet der Service-Club stets darauf, Kinder- und Jugendprojekte, die ihren Schwerpunkt auf Bildung, Gesundheit, Soziales und Kultur legen, zu fördert.

Grundschulprojekt „Schwimm wie ein Delfin“

Die Zahl erschreckt: Laut einer DLRG-Studie kann jedes zweite Grundschulkind nicht (sicher­)­ schwimmen. Um das Problem­ zumindest ein wenig zu lindern, bieten der Caritasverband und fünf Offene Ganztagsgrundschulen das Projekt „Schwimm wie ein Delphin“ an.

„Zu den Nicht-Schwimmer-Kindern gehören häufig Kinder aus ärmeren Familien, für die Anfahrt und Eintritt für Schwimmbad- oder Schwimmkursbesuche schwierig sind“, erläutert Projektbetreuerin Dagmar Halbe.

Übungsleiter aus Hagener Schwimmvereine werden nun etwa 70 Grundschulkindern das sichere Schwimmen beibringen. „Ziel ist das Erreichen des Schwimmabzeichens Seepferdchen“, ergänzt Dagmar Halbe.

Lernförderung für osteuro­päische Kinder

Zugewanderte Kinder aus Bulgarien und Rumänien benötigen in der Schule oft eine besondere Förderung. „Häufig fehlt ja auch den Eltern schulische Bildung, viele von ihnen sind Analphabeten“, sagt Verena Idel vom Quartiersmanagement der Stadt Hagen. Da aber ein gewisser Bildungsgrad zur Integration beitragen und Lebensperspektive geben würde, biete man in den Räumen in der Martin-Luther-Straße 12 das Projekt „Lernförderung und Hausaufgabenhilfe“ an.

Viermal pro Woche werden etwa 40 sechs- bis zwölfjährige Zuwandererkinder nachmittags betreut, „von zwei sozialpädagogischen Kräften, von Landsleuten aus Bulgarien sowie einer bulgarischen Lehrerin“, konkretisiert Verena Idel.

Jugendtheater „Meerjungfrau in der Badewanne“

Das Thema Trauer und Verlust eines Elternteils greift das Kinder- und Jugendtheater Lutz mit seinem Erzählstück „Meerjungfrau in der Badewanne“ auf.

„Das Stück basiert auf dem Kinderroman des niederländischen Autors Koos Meinderts, der mit dem ernsten Thema sehr sensibel umgeht“, versichert Lutz-Leiterin Anja­ Schöne. Die Projektförderung würde dem Lutz-Team ermöglichen, Workshops in Schulen durchzuführen.

„Wir bauen mit den sieben- bis elfjährigen Kindern kleine Instrumente. Mit diesen Instrumenten besuchen die Grundschüler dann die Inszenierung bei uns im Lutz und musizieren ein wenig mit“, erläutert Anja Schöne.

Die Workshops starten Anfang Januar, die Premiere des Erzählstückes ist am 18. Januar. „Gemeinsam mit der Caritas bieten wir vor und nach der Aufführung auch Gespräche zum Thema Trauer an“, betont die Lutz-Leiterin.

Therapiefahrt für Kinder und Jugendliche­

Das Gemeinschaftskrankenhaus in Herdecke, konkret: die Kinder- und Jugendpsychosomatik, kümmert sich um erkrankte Kinder und Jugendliche und organisiert für sie eine Therapiefahrt ins Grüne. Begleitet werden die jungen Patienten von Krankenschwestern, Erziehern, Therapeuten und Ärzten. Durch die Lions-Club-Spende können Ausrüstungsgegenstände wie Zelte, Tische und Stühle sowie ein Grill für das Campen in der Natur angeschafft werden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben