Doku-Reihe

Feuerwehr Hagen in TV-Serie: Bodycams filmen Alltag

Der Fernsehsender DMAX begleitete die Brandschützer für die dritte Staffel der Dokureihe "112 – Feuerwehr im Einsatz". . Hier im Bild begleitet die Produktionsfirma die Taucher der Hagener Feuerwehr bei einer Übung an der Lenne in Hohenlimburg

Der Fernsehsender DMAX begleitete die Brandschützer für die dritte Staffel der Dokureihe "112 – Feuerwehr im Einsatz". . Hier im Bild begleitet die Produktionsfirma die Taucher der Hagener Feuerwehr bei einer Übung an der Lenne in Hohenlimburg

Foto: Alex Talash

Hagen.  Von gefährlichen brennenden Gasflaschen bis zur Tier-Rettung. Der Alltag der Hagener Feuerwehr kommt noch im September ins Fernsehen.

Die roten Boliden samt der Helden der Feuerwehr Hagen werden demnächst auf den Bildschirmen der ganzen Republik zu sehen sein. Der Fernsehsender DMAX begleitete die Brandschützer für die dritte Staffel der Dokureihe „112 – Feuerwehr im Einsatz“. Jetzt steht der Ausstrahlungstermin für die zwölfteilige Dokureihe fest. Fast alle Folgen sind im Kasten.

Ab dem 17. September startet die neue Staffel, jeweils dienstags um 22.15 Uhr. Die Serie begleitet die Lebensretter aus Kaiserslautern, Flensburg, Gießen, Saarbrücken und eben Hagen in ihrem anstrengenden Berufsalltag. Dabei zeigen so genannte Bodycams brenzlige Situationen aus der Ich-Perspektive der Feuerwehrleute. Mehrere Wochen lang haben die Hagener Berufsfeuerwehrleute der Wachen Mitte und Ost die Actioncams getragen, auch die Fahrzeuge wurden entsprechend mit Kameras ausgestattet.

Sender lobt Zusammenarbeit mit Feuerwehr Hagen

„Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit wurden die Bodycams zur Standardausrüstung“, so die Pressestelle der Stadt. Regelmäßig war zudem im Wachalltag und bei den alltäglichen Einsätzen ein Fernsehteam der Hamburger Produktionsfirma „Filmreif TV“ dabei. Eine weitere Perspektive steuerte das Kamerateam von Blaulichtreport Hagen bei.

Die Zusammenarbeit mit der Hagener Feuerwehr war hervorragend und sehr unkompliziert“, sagt Sender-Sprecher Timo Ditschkowski. In der Staffelauftakt-Folge ist jedoch die Hagener Feuerwehr nicht vertreten. Die Zuschauer müssen eine Woche länger drauf warten, doch dann geht es Schlag auf Schlag. In der zweiten Folge geht es um einen brennenden Pkw. Dort will die Feuerwehr Hagen verhindern, dass die Flammen auf einen parkenden Anhänger übergreifen.

Umgestürzter Baum und brennender Müllwagen

In der dritten Folge geht es um einen wetterbedingten Einsatz. An der Obernahmer Straße ist ein Baum auf die Straße gestürzt und hat zwei Fahrzeuge und Teile des Dachs eines Hauses beschädigt. Die Feuerwehr soll den Weg wieder freimachen. Schwierige Aufgabe für den Löschzug der Wache Ost, denn der Stamm steht unter Spannung und kann nicht einfach zersägt werden. Auch der Inhalt der vierten steht schon fest: im Laderaum eines Müllwagens brennt es. Eine knifflige Aufgabe für die Feuerwehr.

Um den Brand zu löschen, müssen die Retter den Abfall auf die Straße kippen. Doch dafür müssen sie zunächst den brennenden Müllwagen aus den engen Gassen eines Wohngebietes herausfahren. Auch die Inhalte der Folgen fünf und sechs stehen fest. Ein Eiswagen steht in Flammen. Die Flammen drohen auf die benachbarten Garagen überzugreifen.

Zwölf flauschige Enten sind in Not, die Feuerwehr hilft

Bei einem weiteren Einsatz geht es um das Wohl einer Entenfamilie. Zwölf flauschige Küken sind in einen Gully gefallen – und der Deckel ist festgerostet. Hier brauchen die Retter schweres Gerät. Bei einem weiteren Einsatz werden die Hagener Retter kurz nach Mitternacht zu einer brennenden Gartenlaube gerufen. Die steht lichterloh in Flammen. Ein riskanter Einsatz, denn in der Laube lagern Gasflaschen. Wie die Einsätze ausgehen und wie es die Hagener meistern, ist in der Sendung dann zu sehen.

Timo Ditschkowski: „Das was zu sehen ist, sind keine schauspielerischen Leistungen, es ist der reale und pure Alltag eines Feuerwehrmanns.“ Auch das Fazit seitens der Stadt Hagen fällt positiv aus: „Die bisherigen Filmsequenzen zeigen deutlich und sehr real, welche Aufgaben und manchmal auch Gefahren der Feuerwehreinsatzdienst mit sich bringt.“

Stadt kann sich auch eine Fortsetzung vorstellen, doch Sender ist zurückhaltend

Die Feuerwehrleute aus Hagen haben sich schon so sehr an die Kameras gewöhnt, „generell könnte sich die Feuerwehr der Stadt Hagen eine Fortsetzung vorstellen“, so ein Stadtsprecher. Doch der Fernsehsender sagt dazu: „Wir wollen Einblicke in die unterschiedlichsten Feuerwehren in Deutschland zeigen und werden sehr wahrscheinlich bei einer Fortsetzung der Staffel auf neue Feuerwachen zugehen.“

Auf den Wachen in Hagen werden die Retter noch einige Tage lang begleitet. „Die Dreharbeiten für die Staffel sind so gut wie abgeschlossen“, so Ditschkowski.

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