Durchsuchung

Ermittlungen in Hagen und Menden: Betrug bei Coronatests

Ermittlungen in einem Hagener Schnelltestzentrum: Fünf Mitarbeiter stehen im Verdacht, nicht durchgeführte Tests abgerechnet zu haben.

Ermittlungen in einem Hagener Schnelltestzentrum: Fünf Mitarbeiter stehen im Verdacht, nicht durchgeführte Tests abgerechnet zu haben.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Hagen.  Durchsuchung in Schnelltestzentren in Hagen und Menden: Mitarbeiter sollen bei der Abrechnung von Coronatests betrogen haben.

Ermittlungen in einem Hagener Corona-Schnelltestzentrum: Unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Hagen führt das Landeskriminalamt (LKA) ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Computerbetruges.

Im Fokus stehen Mitarbeiter eines Unternehmens aus Hagen, das insgesamt fünf Testzentren in Hagen, Menden, Lüdenscheid und Neuenrade betreibt. Das Verfahren richtet sich gegen drei Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 22 und 35 Jahren.

Vorwurf: Leistungen überhöht abgerechnet

„Diese stehen im Verdacht, nicht durchgeführte Tests abgerechnet und über das Vorliegen vergütungsrelevanter Tatsachen getäuscht zu haben, um Leistungen überhöht oder unberechtigt abzurechnen“, so Oberstaatsanwalt Dr. Gerhard Pauli in einer Erklärung.

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Ermittler des LKA haben Firmenanschriften, Schnelltestzentren und Privatwohnungen in Hagen, Lüdenscheid, Menden, Neuenrade, Meinerzhagen, Essen und Dortmund durchsucht. Dabei wurden Unterlagen und digitalen Speichermedien sichergestellt, die noch ausgewertet werden müssen. Die Ermittlungen dauern an.

Geschäftsführer will mit Ermittlern kooperieren

Der Geschäftsführer des Testzentrums – gegen den sich die Ermittlungen nicht richten – stellt auf Anfrage unserer Zeitung klar: „Die fünf Mitarbeiter sind freigestellt. Wir werden mit den Ermittlungsbehörden in vollem Umfang kooperieren. Ich finde es gut und richtig, dass die Staatsanwaltschaft Hinweisen nachgeht. Es geht allerdings nicht um immense Summen, wie sie aus anderen Fällen bekannt sind.“

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Gleichzeitig sind die fünf Testzentren in Hagen und im Märkischen Kreis derzeit nicht geöffnet. „Es gibt seitens der Staatsanwaltschaft kein Verbot zu öffnen“, erklärt der Geschäftsführer. „Allerdings sind unsere Rechner sichergestellt worden.“ Er geht davon aus, Anfang der kommenden Woche wieder öffnen zu können.

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