Verkehr in Hagen

Emilienplatz: Wiedereröffnung des Linksabbiegers ein Problem

Blick auf die bislang noch gesperrte Linksabbiegerspur am Emilienplatz richtung Finanzamtsschlucht.

Blick auf die bislang noch gesperrte Linksabbiegerspur am Emilienplatz richtung Finanzamtsschlucht.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Hagen-Mitte.  Eigentlich könnte die zweite Linksabbiegerspur am Emilienplatz wieder geöffnet werden – aber nur eigentlich. Denn es gibt auch Probleme.

Im Zuge der Bauarbeiten an der Marktbrücke und der dadurch entstehenden Umleitungsverkehre auf dem Innenstadtring hatte die Verwaltung zuletzt erklärt, dass es sich nach einer Einigung mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) anbiete, die Spursperrung und die einspurige Verkehrsführung ab der Baumaßnahme „Marktbrücke“ bis zur Kreuzung Heinitzstraße beizubehalten. Im Gegenzug könne der zweite Linksabbieger an der Kreuzung Heinitzstraße/Märkischer Ring (Emilienplatz) wieder geöffnet werden. Die Sperrung der Spur war Teil des Vergleiches zwischen Stadt und DUH, die ursprünglich auf ein Dieselfahrverbot in der Innenstadt klagen wollte, weil Hagen die Einhaltung der Stickstoffdioxid-Werte nicht in den Griff bekam.

30.000 Fahrzeuge derzeit täglich

Noch zögert die Stadt Hagen aber, den zweiten Linksabbieger am Emilienplatz Richtung Finanzamt wieder freizugeben. Baudezernent Henning Keune: „Dafür müssen wir auf dem Ring Richtung Emilienplatz erstmal eine Spur sperren.“ Das wäre aber derzeit gar nicht nötig, weil aktuell knapp 30.000 Fahrzeuge am Tag durch die Finanzamtsschlucht in die Richtung rollen. Ab 2021 dürfen es nur noch 31.000 Fahrzeuge in der Spitze sein. Man liegt derzeit also drunter und sieht keinen Handlungsbedarf. Hinzu käme laut Henning Keune, dass mit der Öffnung des zweiten Linksabbiegers der Rechtsabbiegerverkehr am Emilienplatz Richtung Badstraße kollabieren könnte. Der müsste dann mit den Linksabbiegern vom Märkischen Ring Richtung Badstraße synchronisiert werden.

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