Ehrenamt

Ein Dankeschön an 50 000 freiwillig Aktive in Hagen

Dankeschön-Empfang in der Sparkasse Hagen

Beim Dankeschön-Empfang in der Sparkasse Hagen ging es um ehrenamtlich Engagierte, die sich im Bereich Tier- und Umweltschutz einbringen.

Beim Dankeschön-Empfang in der Sparkasse Hagen ging es um ehrenamtlich Engagierte, die sich im Bereich Tier- und Umweltschutz einbringen.

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Hagen.   Beim Dankeschön-Empfang in der Sparkasse stand das Thema Umwelt- und Tierschutz im Mittelpunkt.

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In Deutschland engagieren sich rund 30 Millionen Menschen ehrenamtlich, in Hagen sind es an die 50 000 Menschen. Eine beeindruckende Zahl an Aktiven, und sie verdienen, bedacht zu werden.

„Die knapp 200 Anwesenden, die heute hier in der Sparkasse sind, verrichteten im letzten Jahr fast 30 000 Stunden ehrenamtliche Arbeit“, lobte Peter Mook, Ehrenamtsbeauftragter der Stadt Hagen.

Bunte Mischung

Und die Gäste, die zum Dankeschön-Empfang ins Sparkassen-Karree gekommen waren, präsentierten sich so facettenreich wie das Ehrenamt selbst. Vertreter von Selbsthilfegruppen, vom Sozialdienst katholischer Frauen, von Musik- und Sportvereinen und natürlich vom Umwelt- und Tierschutz (das Motto des Em­pfangs lautete schließlich „Engagiert für Flora und Fauna“) waren der Einladung gefolgt, um ihre Arbeit vorzustellen oder sich mit anderen Ehrenamtlern auszutauschen.

Kerstin Meyer-Weinreich vom Umweltamt animierte dazu, sich in den Bereichen Jagd und Fischerei einzubringen. „Unter den Naturschutzwächtern sind viele Ältere, da bräuchten wir dringend junge Leute, die uns unterstützen“, betonte die städtische Mitarbeiterin.

Anders bei den Fischereiaufsehern, „da läuft es in puncto freiwilliger Einsatz sehr gut, da haben wir eine Warteliste mit Leuten, die bei uns mitmachen möchten“. Jene, die sich Gedanken über ein eventuelles Risiko (zum Beispiel bei Arbeitseinsätzen an Ufern) machen, konnte Meyer-Weinreich beruhigen. Denn wer für die Stadt ehrenamtlich tätig ist, ist durch einen Ehrenamtsvertrag unfall- und haftpflichtversichert.

Bürokratische Hürden zu hoch

Melanie Purps, Vorsitzende des Trägervereins, unterstrich, dass die Freiwilligenzentrale (FWZ) häufig zwischen Ehrenamtlern und der Stadt vermittele. „Allerdings sollten die bürokratischen Hürden nicht ­immer so hoch angesetzt werden“, mahnte Purps mit Blick in Richtung Oberbürgermeister Erik O. Schulz.

Ihr Appell an Vereine: „Sie sollten sich jungen Menschen gegenüber mehr öffnen und an ihren vielleicht starren Strukturen etwas ändern.“

Dankeschön-Kultur verkümmert Dankeschön Empfang der Freiwilligen zentrale März 2018 Foto: Yvonne Hinz

Erik O. Schulz, als Oberhaupt der Stadt Mit-Gastgeber, bedauerte, dass eine Dankeschön-Kultur heutzutage oftmals auf der Strecke bleibt. „Deshalb bedanke ich mich ausdrücklich bei den vielen freiwillig Engagierten Hagenern, die in allen Bereichen – egal, ob im Sozialen, im Sport, in der Kultur oder im Umweltschutz – aktiv sind.“

Ab dem kommenden Jahr soll beim Dankeschön-Empfang auch eine Person, die sich besonders positiv in ehrenamtlichen Belangen hervorgetan hat, mit einem Preis geehrt werden.

Wohl nicht ganz ohne Grund ab 2019: In besagtem Jahr feiert die Freiwilligenzentrale ihr 20-jähriges Bestehen. Und Stephanie Krause, engagierte Leiterin der Einrichtung, plant schon jetzt besondere Aktionen, die den runden Geburtstag interessant flankieren.

Tierschutz genießt hohen Stellenwert

Aber zurück ins Sparkassen-Karree: Birgit Ganskow, Vorsitzende des Hagener Tierschutzvereins, lobte ohne Umschweife den hohen Stellenwert, den der Tierschutz in Hagen genießt. „Wir haben pro Tag 20 000 Klicks auf unserer Seite, und die Zusammenarbeit mit dem städtischen Tierheim funktioniert gut.“

Zwei Dinge liegen Ganskow jedoch im Magen: „Aus versicherungstechnischen Gründen ist eine Mitarbeit bei uns leider erst ab 18 Jahren möglich. Und uns fehlen Männer. Tierschutz scheint ein eher weibliches Anliegen zu sein.“ Die Vorsitzende konkretisierte: „Wenn wir zum Beispiel Paletten mit Tierfutter beim Hersteller abholen, ist das ordentlich körperliche Arbeit.“

>>>HINTERGRUND

  • Der Dankeschön-Empfang für ehrenamtlich engagierte Menschen in Hagen wird von der Freiwilligenzentrale, der Stadt Hagen und der Sparkasse ausgerichtet.


  • Die Freiwilligenzentrale im Rathaus an der Volme, Rathausstraße 13, hat in den vergangenen Jahren an die 900 Ehrenamtskarten herausgegeben.

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