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Der Monat Mai war in Hagen fast drei Grad zu kalt

Ein Teichhuhn nutzt den niedrigen Wasserstand der  Volme. in Hagen

Ein Teichhuhn nutzt den niedrigen Wasserstand der Volme. in Hagen

Foto: Michael Kleinrensing / WP Michael Kleinrensing

Hagen.   Wetter-Phänomene: Gefühlt haben das ganz viele Hagener. Jetzt gibt es aber auch die fachliche Bestätigung: Der Mai war fast drei Grad zu kalt.

Der Mai war in Hagen zu kalt. Das war nicht nur gefühlt so, das bestätigen auch die Zahlen. Er lag mit einer Durchschnittstemperatur von 10,6 Grad an der Sternwarte am Eugen-Richter-Turm um 2,8 Grad unter den üblichen Mai-Temperaturen. Es ist der zweite zu kalte Monat in diesem Jahr. Am kühlsten war es auf den Dahler Höhen mit 10,3 Grad und am wärmsten im Innenstadtbereich mit 12,0 Grad. Wärmster Ort in NRW war Köln-Stammheim mit 12,5 Grad. Der Monat war kaum wärmer als der April.


-0,7 Grad war das Monatsminimum, gemessen in Dahl am 6. Mai. Bis über die Monatsmitte hinaus erreichten die Temperaturen nicht ein einziges Mal die 20-Grad-Marke. Nachts sanken die Temperaturen in den einstelligen Bereich mit zum Teil Frost in den Tälern. An drei weiteren Tagen gab es ebenfalls Frost. Zum Monatsende hin wurde es wärmer mit Temperaturen von bis zu 24 Grad, wie zum Beispiel in der Nahmer am 31. Sommertage mit mehr als 25 Grad, wie sie schon im April auftraten, blieben dagegen aus.


60 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, gemessen an der Sternwarte am Eugen-Richter-Turm – damit wurde der langjährige Mittelwert der international gültigen Referenzperiode von 1961-1990 um ein Fünftel unterschritten. Dabei hoffen Land- und Forstwirte auf reichlich Regen. An 19 Tagen wurde messbarer Niederschlag beobachtet. In Dahl wurde mit 70 Liter pro Quadratmeter der meiste Niederschlag im Stadtgebiet gemessen, in Boelerheide mit 47 Liter pro Quadratmeter der wenigste. Auf dem Kahlen Asten wurde mit 140 Liter pro Quadratmeter der meiste Niederschlag in NRW gemessen.

157 Sonnenstunden gab es im Mai – rund ein Fünftel weniger Sonne als im langjährigen Mittel zu erwarten gewesen wäre. An zwei Tagen gab es überhaupt keinen Sonnenschein und an weiteren drei Tagen weniger als eine Stunde. Zum Vergleich: Der NRW-Durchschnitt lag bei 162 Sonnenstunden mit einem Maximum von 190 Stunden am Niederrhein.

Der Mai war windschwach. Der Wind wehte an 20 Tagen stark (> Windstärke 6). Die höchste Windgeschwindigkeit erreichte mit 61 Kilometer pro Stunde Windstärke 7. Auf dem Kahlen Asten wurden Böen bis zu 66 km/h gemessen.

>> Hintergrund: Webcam-Bilder aus ganzen Stadtgebiet

Aktuelle Wetterdaten und Wetterkameras aus der Stadt gibt es unter www.wetternetz-hagen.de und www.sternwarte-hagen.de (Quelle NRW-Vergleich: Deutscher Wetterdienst).

Auf www.wetternetz-hagen.de gibt es auch Bilder von Webcams aus dem Stadtgebiet. Nicht nur aktuelle Informationen liefern die Kameras, sondern auch Bilder aus der Vergangenheit.

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