Glosse

Der Geist der Weihnacht – oder Après-Ski in Hagen

WP-Redakteur Martin Weiske

WP-Redakteur Martin Weiske

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Die künftige Markthalle soll sich für vier Wochen spontan in einen Weihnachtsmarkt verwandeln. Aber es gibt noch reichlich Hürden….

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Man stelle sich einen Weihnachtsmarktbesuch ohne kalte Füße, ungemütlich pfeifende Winde und nervigen Nieselregen vor: Der Hagener Immobilien-Kaufmann Udo Krollmann will dies mitten in der Fußgängerzone möglich machen. Solange sein Unternehmen in enger Abstimmung mit der Bauverwaltung noch am letzten Feinschliff für den Markthallen-Bauantrag feilt, soll sich das Erdgeschoss der zentral gelegenen Immobilie an der „Elbe“ in einen Interims-Weihnachtsmarkt verwandeln.

Das rustikale Flair des zurzeit bis auf die Grundmauern entkernten Ladenlokals könnte das passende Ambiente für eine provisorische 25-Meter-Theke aus Pressspan, kleinere Verkaufsständen, aber auch Kronleuchter-Illuminationen liefern. Als Partner sind ein Hagener Disco-Betreiber und ein namhafter Caterer mit im Boot, die zu Gebäck und Glühwein täglich zwischen 16 und 21 Uhr für Après-Ski-Stimmung sorgen möchten.

Blöd ist nur, dass den Veranstaltern die Adventsidee erst in der vergangenen Woche gekommen ist. Jetzt soll mit den erforderlichen Genehmigungen plötzlich alles ganz schnell gehen, um in Hagen kurzfristig noch eine vorweihnachtliche Extra-Attraktion an den Start zu bringen. Da prallen die spontanen Interessen der Betreiber auf das gestrenge Prüf- und Regelkorsett der Kommune. Dies dürfte mit dem Geist der Weihnacht vermutlich verdamm wenig zu tun haben.

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