Offene Tür bei Baumeister

Breckerfelder Geflügelhof wird zum österlichen Pilgerziel

Staunen, Kosten, Spaß haben: Beim Tag der offenen Tür am Ostersamstag auf dem Geflügelhof Baumeister kamen alle Generationen auf ihre Kosten. Natürlich konnten dabei auch die Stallungen inspiziert werden. Foto:Hans-Jochem Schulte

Staunen, Kosten, Spaß haben: Beim Tag der offenen Tür am Ostersamstag auf dem Geflügelhof Baumeister kamen alle Generationen auf ihre Kosten. Natürlich konnten dabei auch die Stallungen inspiziert werden. Foto:Hans-Jochem Schulte

Breckerfeld.   Tausende pilgerten am Ostersamstag wieder zum Geflügelhof Baumeister, um sich österlich einstimmen zu lassen. Das Verkehrschaos blieb aus.

Im Mittelpunkt steht das Ei, doch drum herum herrscht ein marktähnliches Treiben bis hin zur Party. So war es am Ostersamstag wie seit Jahrzehnten auf dem Geflügelhof Baumeister in der beschaulichen Ortschaft Brenscheid bei Delle. Doch es gab etwas Neues: kein Verkehrschaos im Dorf, obwohl bis zum Nachmittag nach Schätzungen von Udo Baumeister sich rund 8000 Besucher durch Hallen drängten und den Eiern auf der Spur waren.

Kostenlose Busse im Pendelverkehr

Wer dem Aufruf folgte und sein Gefährt auf dem Firmenparkplatz von Dormakaba in Ennepetal-Voerde parkte, der hatte sich etwas Gutes angetan. Von dort fuhren wirklich pausenlos Busse bis auf den Baumeister-Hof – kostenlos. Wer aus Breckerfeld nach Brenscheid wollte und nicht die Wanderschuhe geschnürt hatte, konnte mit der Kutsche anreisen, und schon war man mitten im Trubel.

Vorbei ging es an Verkaufsständen, an denen Fusselbürsten, Staubsauger und Bratpfannen angepriesen wurden, dann passierten die Besucher eine Art Speisegasse mit Stuten, Zwiebelbrot und anderen Leckereien im Angebot. Es folgten Kleidung für Groß und Klein.

Eierfärbemaschinen zum Bestaunen

Hatte man den Stand mit Büchern hinter sich gelassen, dann sah man sie: die Eier, bunt und schön, einzeln und in Kartons. Die Besucher befanden sich im Herzen des „Tages der offenen Tür“. Ein Staunen bei jung und alt über Eierfärbemaschinen, über deren Schnelligkeit. Von Osterhasen keine Spur. Doch wer die Runde in der ersten Halle fast beendet hatte, der sah plötzlich ein Hasengesicht, kunstvoll präsentiert auf Holz. Die Kinder jedoch waren fasziniert vom Gewusel der kleinen Küken, und von der Brutmaschine, in der, wenn man Glück hatte, gerade ein Küken aus dem schützenden Ei hervorlugte.

Der Osterhase war mit „Ersatzmännern“ erschienen – mit Kaninchen verschiedener Rassen in Käfigen. Sachsengold und Russen blickten einem entgegen. Der Breckerfelder Züchter Klaus Dörnen hatte auch junge, kleine Tierchen mitgebracht. Kinder, die sich damit fotografieren ließen, durften den „Hasen-Ersatz“ streichelnd auf dem Schoß halten. Direkt daneben wurden aus Kindergesichtern Kätzchen und Einhörner. Kinderschminken war gefragt.

90 Stände für jeden Geschmack

Die Erwachsenen hatten rund 90 Stände zu bewältigen und dazu gab es noch die schönsten Produkte im Hofladen zu kaufen. Honig, Käse und all das, was irgendwie mit Eiern zu tun hat. Zuvor jedoch gab es auch Hühner zu sehen, die sich aber nicht durch menschliche Beobachtung beim Picken im Freiland vor dem Stall stören ließen. Wohl die meisten Besucher gingen mit voll gepackten Taschen an der Hand nach Hause.

Als wir eine Dame ohne Tasche fragten, ob sie etwas gekauft habe, kam ein „Nö“. „In meiner Apotheke habe ich schon einige Eier geschenkt bekommen. Es waren Eier hier von Baumeister!“ Man ging wieder an den Ständen vorbei und der noch nicht müde Besucher stutzte. Beworben wurde ein „Osterli“. Nein, kein Osterei, sondern ein verführerisches Fläschchen mit „Umdrehungen“ verbarg sich dahinter.

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