Bewerber um die Position des Generalmusikdirektors

Alexander Rumpf ist der dritte Mann

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Hagen. Alexander Rumpf, derzeit Generalmusikdirektor in Oldenburg ist einer der drei verbleibenden Bewerber um die Nachfolge von Antony Hermus als GMD in Hagen.

Rumpf dirigiert die nächste Tannhäuser-Vorstellung am Freitag im Großen Haus des Theaters und das 6. Sinfoniekonzert am Dienstag, 22. Januar, um 20 Uhr, in der Stadthalle. Er ist der dritte GMD-Kandidat, der sich vorstellt. Alexander Rumpf, 1958 in Stuttgart geboren, erhielt schon früh Unterricht in Klavier, Trompete, Violoncello und Orgel. Nach dem Abitur studierte er Dirigieren in Düsseldorf und evangelische Kirchenmusik in Köln. 1984 trat er sein erstes Engagement am Staatstheater Darmstadt an. Von 1992 bis 1997 war er als Erster Kapellmeister und stellvertretender GMD am Theater Hagen engagiert; es folgte von 1997 bis 2001 die Verpflichtung in gleicher Position am Theater Dortmund. Seit der Spielzeit 2001/2002 ist Alexander Rumpf Generalmusikdirektor am Staatstheater Oldenburg. Als Gastdirigent hat er mit renommierten Orchestern an deutschen und internationalen Opernhäusern gearbeitet.

Auf dem Programm des kommenden Sinoniekonzert steht Richard Wagners Vorspiel zum 1. Akt aus „Lohengrin”, Robert Schumanns Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129 und Johannes Brahms Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90.

Ätherisch-gleißende Musik, die das Niedersinken des Heiligen Grals in Klänge übersetzt - mit seinem filigran instrumentierten Vorspiel zum 1. Akt des „Lohengrin” hat Richard Wagner Musikgeschichte geschrieben. Ebenso wie die „Rheinische” Sinfonie entstand Schumanns Violoncellokonzert zu Beginn seiner Düsseldorfer Zeit - einer glücklichen, produktiven Epoche seines Schaffens. Mit seinen in einander übergehenden drei Sätzen ist es ein Kernstück des romantischen Konzertrepertoires. Die dritte von Johannes Brahms' vier Sinfonien entstand 1883 und beeindruckte schon bei der Uraufführung durch ihre zugleich transparente und farbenreiche Orchestrierung. Kühn modulierend weist ihr formaler Bau, ebenmäßige Sätze und Perioden überschreitend, weit in die Zukunft.

Solist des Cellokonzertes ist Sebastian Klinger. Klinger, Jahrgang 1977, war Schüler von Heinrich Schiff in Salzburg und Boris Pergamenschikow in Berlin. Schon früh konnte der gebürtige Münchner zahlreiche internationale und nationale Wettbewerbe gewinnen und war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Er spielte in Konzerten mit Musikern wie Gidon Kremer, Christoph Poppen oder Arnold Steinhardt, konzertierte unter anderem in Rom, Turin und Johannesburg. Auftritte führten Sebastian Klinger auf Konzertpodien in New York, London, Birmingham, Amsterdam, Stockholm, Brüssel, München, Berlin, Hamburg, Salzburg oder Athen. Besonders intensiv setzt er sich mit zeitgenössischer Musik auseinander.

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