Unterstützung

299 Frauen im Ennepe-Ruhr-Kreis nutzen Verhütungsmittelfonds

Von der Pille bis zu Spirale: Aus einem speziellen Fonds werden im Ennepe-Ruhr-Kreis Frauenbei der Verhütung unterstützt. 

Von der Pille bis zu Spirale: Aus einem speziellen Fonds werden im Ennepe-Ruhr-Kreis Frauenbei der Verhütung unterstützt. 

Foto: Joachim Kleine-B ning

Breckerfeld/EN-Kreis.   2018 haben im Ennepe-Ruhr-Kreis 299 Frauen vom Verhütungsmittelfonds profitiert. Sie wurden mit 30.700 Euro unterstützt .

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Im vergangenen Jahr haben im Ennepe-Ruhr-Kreis 299 Frauen vom Verhütungsmittelfonds profitiert. Sie wurden mit 30.700 Euro unterstützt um Diaphragma, Hormonpflaster, Verhütungsring oder Pille zu kaufen.

Antragsberechtigt sind Empfängerinnen von Arbeitslosengeld II sowie von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch XII oder dem Asylbewerberleistungsgesetz, die älter als 22 Jahre sind.

Hilfe in Notlagen

„Mit dem Fonds setzen wir die Praxis der Unterstützung von Frauen in Notlagen fort, die bis in das Jahr 2007 zurückreicht. Auch dank eines vereinfachten Verfahrens, der ihn für mehr Frauen zugänglich macht, wird er seit Jahren sehr gut angekommen“, berichtet Astrid Hinterthür, Fachbereichsleiterin Soziales und Gesundheit der Kreisverwaltung.

Der Fonds wird von Kreispolitik und Kreisverwaltung als Beitrag gesehen, um zu verhindern, dass Frauen aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten Verhütungsmittel absetzen und in der Folge eine ungewollte Schwangerschaft oder einen Schwangerschaftsabbruch in Betracht ziehen.

Ansprechpartner

Ansprechpartner für Frauen, die sich Kosten für Verhütungsmittel erstatten lassen möchten, sind die Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen der Caritas, des Donum Vitae, des Evangelischen Kirchenkreises und der Pro Familia. Neben einem Kurzantrag sind der Personalausweis, ein aktueller Bewilligungsbescheid für die jeweilige Sozialleistung sowie - falls erforderlich - ein Rezept des Arztes vorzulegen.

„Ein Rechtsanspruch auf Zahlungen aus dem Fonds besteht nicht und der Zuschuss kann selbstverständlich nur solange gewährt werden, wie das vom Kreistag zur Verfügung gestellte Budget nicht aufgebraucht ist“, nennt die Kreisverwaltung die Rahmenbedingungen.

2018 konnten aufgrund einer Etaterhöhung aber alle Antragstellerinnen unterstützt werden.

Ebenfalls bei der Antragstellung zu beachten: Ausgaben für bereits vor der Antragstellung erworbene empfängnisverhütende Mittel können nicht erstattet werden. Mögliche Ansprechpartner sind:
Caritas Ennepe-Ruhr, August-Bendler-Straße 14, Schwelm, 02336/82043;
Donum Vitae, Viktoriastraße 7, Hattingen, 02324/597042;
Evangelischer Kirchenkreis, Birkenstraße 11, Ennepetal, 02333/ 60970;
Pro Familia EN-Süd, Wilhelmstraße 45, Schwelm, 02336/443640.

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