Arbeitslosigkeit

Zahl von arbeitslosen Menschen mit Behinderung ist gesunken

Bei der Internationalen Fachmesse Rehacare wurden Möglichkeiten präsentiert, mit Hilfe innovativer Rehabilitationstechnik trotz Behinderung ein weitgehend selbstbestimmtes Leben zu führen. Rund 700 Aussteller aus über 40 Ländern nehmen teil.

Bei der Internationalen Fachmesse Rehacare wurden Möglichkeiten präsentiert, mit Hilfe innovativer Rehabilitationstechnik trotz Behinderung ein weitgehend selbstbestimmtes Leben zu führen. Rund 700 Aussteller aus über 40 Ländern nehmen teil.

Foto: Marcel Kusch / dpa

Gladbeck.  Im Arbeitsamts-Bezirk Recklinghausen waren 1515 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Laut LWL sind 22.266 Menschen betroffen.

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Die Zahl von arbeitslosen Menschen mit Behinderung ist im September deutlich gesunken. Das teilt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) mit. Insgesamt ist im Bezirk die Zahl der arbeitslosen schwerbehinderten Menschen im Vergleich zum Vormonat um 324 Personen gesunken. Im Arbeitsamts-Bezirk Recklinghausen waren 1515 Betroffene gemeldet. Das sind 50 weniger als im August 2019. Im September 2018 waren es 1732 Personen.

Ende September waren laut Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) 22.366 Menschen mit Behinderung in Westfalen-Lippe ohne Arbeit – 13.581 Männer und 8785 Frauen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl aber um 704 Personen gestiegen.

Intelligente Nutzung moderner Technik kann Menschen mit Schwerbehinderung am Arbeitsplatz unterstützen

„Bei der Messe Rehacare in Düsseldorf haben wir im vergangenen Monat gezeigt, dass die intelligente Nutzung von moderner Technik Menschen mit Schwerbehinderung am Arbeitsplatz unterstützen kann“, sagt Michael Wedershoven, Leiter des LWL-Inklusionsamtes Arbeit. Das Amt trete damit der Befürchtung entgegen, dass moderne und intelligente Technik immer nur Arbeitsplätze vernichte.

LWL-Fachleute beraten Arbeitgeber bei der Ausstattung

Die LWL-Fachleute beraten Arbeitgeber bei der behinderungsgerechten Arbeitsplatzausstattung. Dazu wurden ein technischer Beratungsdienst sowie die Fachdienste Hören und Sehen eingerichtet. Das LWL-Inklusionsamt Arbeit vereinigt die Aufgaben des Schwerbehindertenrechts mit den Aufgaben zur Teilhabe an Arbeit aus der sogenannten Eingliederungshilfe. Es hat die Ziele, private und öffentliche Arbeitgeber im Sinne der Inklusion dabei zu unterstützen, behinderungsgerechte Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen zu schaffen und zu erhalten. Dafür stehen diverse Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung – personeller, technischer wie auch finanzieller Art.

Neben der behinderungsgerechten Ausstattung der Arbeitsplätze bilden die Beratung der betroffenen Menschen und der Arbeitgeber sowie der besondere Kündigungsschutz Schwerpunkte in 47 örtlichen Fachstellen. Behinderte Menschen im Beruf sind bei den kreisfreien Städten, den Landkreisen sowie bei einigen kreisangehörigen Städten und Gemeinden angesiedelt und beraten und unterstützen in den Bereichen „Besonderer Kündigungsschutz“ und „Begleitende Hilfen im Arbeitsleben“.

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