IHK-Umfrage

Unternehmen zahlen mehr Gewerbesteuern als im Bundesschnitt

Das Innovationszentrum Wiesenbusch wurde 1995 errichtet, um jungen Unternehmen einen Firmensitz zu bieten.

Das Innovationszentrum Wiesenbusch wurde 1995 errichtet, um jungen Unternehmen einen Firmensitz zu bieten.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Unternehmen in Gladbeck zahlen mehr Gewerbesteuern als im Bundesdurchschnitt. Der Hebesatz bleibt jedoch konstant bei 495 Punkten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Unternehmen im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region müssen auf ihre 2019 erwirtschafteten Gewinne weiterhin deutlich mehr Gewerbesteuern zahlen als im Bundesdurchschnitt. Das hat eine aktuelle Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen bei den 78 Städten und Gemeinden im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region bestätigt. „Die Schere ist 2019 aber nicht weiter auseinandergegangen“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Fritz Jaeckel. In Gladbeck bleibt der Hebesatz konstant bei 495 Punkten – genauso hoch wie in Dorsten. In Bottrop liegt der Hebesatz bei 490, in Gelsenkirchen bei 480 Punkten (wie in Herten). Die Städte Marl und Recklinghausen berechnen 530 und 520 Punkte.

Zehn Kommunen in Nord-Westfalen haben laut IHK in diesem Jahr ihre Gewerbesteuerhebesätze erhöht. Nord-Westfalen sei vielerorts bereits eine Hochsteuerregion. „Mit jeder Erhöhung der Gewerbesteuer sinkt die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes“, warnt Jaeckel. Der Gewerbesteuerhebesatz sei mitunter das Zünglein an der Waage, wenn Unternehmer über Neuansiedlungen oder Investitionen am Standort entscheiden. Eine Erhöhung könne für eine Kommune unter dem Strich weniger Einnahmen bedeuten, weil Unternehmen weggehen oder erst gar nicht kommen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben