Lokalpolitik

Ratssitzungen sind in Gladbeck bald auch online zu sehen

Zwei feste Kamerapositionen sind für die Übertragungen der Ratssitzung vorgesehen.

Zwei feste Kamerapositionen sind für die Übertragungen der Ratssitzung vorgesehen.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Der Haupt- und Finanzausschuss hat die Neuerung auf den Weg gebracht: Die Debatte des Rates wird ab der Sitzung im Juli im Internet übertragen.

Ratssitzungen werden künftig auch in Gladbeck per Live-Stream im Internet übertragen. Das hat die Politik in der Sitzung vom Haupt- und Finanzausschuss am Montag auf den Werg gebracht. Nun muss nur noch der Rat am Freitag diesem Beschlussentwurf folgen, dann könnte bereits die Sitzung Anfang Juli bequem auch von daheim oder unterwegs online verfolgt werden.

Im vierten Anlauf hat es geklappt

Nach drei Ablehnungen (2012, 2014 und 2016) hat sich die DSL-Ratsfraktion nun in einem vierten Anlauf mit diesem Vorschlag durchgesetzt. Der Anbieter, der bereits die Übertragungen in Bottrop organisiert, soll nun auch in Gladbeck aktiv werden. Das Unternehmen soll die gesamte Technik stellen und auch die Übertragung der Sitzungen ins Internet gewährleisten. Kosten für die Stadt: rund 850 Euro pro Sitzung. Das macht eine jährliche Summe von 5100 Euro aus.

Auf der Homepage der Stadt Gladbeck gelangt man über einen Link zu der Übertragung.

Der Link ermöglicht sowohl den Live-Stream als auch das Anschauen der archivierten Aufzeichnung. Jeweils zwölf Monate soll jede Sitzung abrufbar bleiben. Die Videos werden zwar auf den Webservern des Dienstleiters gespeichert, die Rechte bleiben aber bei der Stadt.

Vorgesehen sind für die Übertragung zwei starre Kamera-Positionen, ausgerichtet auf Podium und Rednerpult. Besucher der Ratssitzung dürfen ohne vorher erteilte Genehmigung nicht im Bild zu sehen sein. Deshalb wurden bei einer technischen Probe bereits Bildbereiche festgelegt, die den Zuhörerbereich ausschließen.

Der neue Rat soll nach der Wahl neu entscheiden

Die Online-Übetragung von den Sitzungen des Gladbecker Stadtrates sind erst einmal nur bis 2020 vorgesehen. Nach der Kommunalwahl im Herbst, so Bürgermeister Ulrich Roland, soll der dann gewählte Rat die Möglichkeit erhalten, sich ebenfalls Gedanken zu der Videoübertragung zu machen.

Ratsherr Michael Tack (FDP) begrüßte die letztendlich doch breite Zustimmung des Haupt- und Finanzausschusses in diesem Punkt. Für ihn ist die Möglichkeit, den Sitzungsverlauf auch online verfolgen zu können, eine gute Möglichkeit, „das Interesse der Bürger an der Lokalpolitik zu steigern“.

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