Ordnungsamt

Nach CDU-Vorwürfen: Ordnungsamt Gladbeck zieht Bilanz

Mitarbeiter vom Ordnungsamt hier bei einem Gang durch die Innenstadt.

Mitarbeiter vom Ordnungsamt hier bei einem Gang durch die Innenstadt.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Die CDU hat im WAZ-Interview ein härteres Vorgehen des Ordnungsdienstes gefordert. Jetzt legt das Ordnungsamt eine erste Zwischenbilanz 2019 vor.

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Gladbeck. Die Vorwürfe aus Reihen der CDU, der Kommunale Ordnungsdienst müsse härter durchgreifen, lassen dem Ordnungsamt offensichtlich keine Ruhe. Nach einer ersten Reaktion schon am Tag nach Erscheinen des WAZ-Interviews mit CDU-Chef Dietmar Drosdzol und dem Fraktionsvorsitzenden Peter Rademacher hatte Ordnungsamtsleiter Gregor Wirgs darauf hingewiesen, dass der KOD allein im Bereich der fußläufigen Innenstadt bis Ende Juni 475 Verwarnungen mit Gesamtstrafen in Höhe von 14.000 Euro ausgesprochen habe. Jetzt haben Mitarbeiter im Ordnungsamt noch einmal genauer hingeschaut und ziehen eine Gesamtbilanz der ersten sechs Monate 2019.

Das Fazit lautet: „Gerade die regelmäßigen Kontrollen des Innenstadtbereichs durch den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD), auch wie zuletzt im Juli gemeinsam mit dem Bezirksdienst der Polizei, zeigen Wirkung.“ Neben Parkverstößen stellte das Ordnungsamt in der Innenstadt u. a. Verstöße gegen das Radfahren in der Fußgängerzone, unerlaubte Abfallentsorgung, Lärm und unerlaubte Sondernutzungen fest.

Es gab auch Verstöße gegen das Grillverbot in Wittringen

In der Statistik für das gesamte Stadtgebiet ahndete das Ordnungsamt 54 Fälle (3232 Euro), darunter neun Verstöße gegen das Grillverbot in Wittringen (470 Euro), neun Verstöße gegen den Leinenzwang (495 Euro), sechs Lärmverstöße (600 Euro), sechs Fälle von unerlaubter Abfallentsorgung (357 Euro) sowie zweimalig das unerlaubte Abbrennen von Feuerwerkskörpern mit je einer Geldbuße von 250 Euro (500 Euro).

Der Großteil der Vergehen wurde im ruhenden Verkehr geahndet: Insgesamt 15.806 Parkverstöße registrierte das Ordnungsamt und ordnete Verwarnungs- und Bußgelder in Höhe von insgesamt 260.000 Euro an. Hinzu kamen im Bereich der Geschwindigkeitsmessungen 4597 Vergehen, die unter dem Strich mit Buß- und Verwarnungsgeldern in Höhe von 87.000 Euro geahndet wurden. Auch im Bereich des Bundesmeldegesetzes (122 Fälle) und der Gewerbeordnung (64 Fälle) kam es zu 186 Verstößen. Die Bilanz hier: 15.936 Euro Bußgelder.

Im ersten Halbjahr 2019 hat die Stadt insgesamt 20.643 Buß- und Verwarnungsgelder mit erwarteten Einnahmen in Höhe von 366.168 Euro verhängt.

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