Wettbewerb

Kunst gegen das Komasaufen: DAK ruft zur Plakataktion auf

Mit diesem Plakat gewann Maria Finck aus Alpen im vergangenen Jahr den Wettbewerb „bunt statt blau“ auf NRW-Ebene.

Foto: DAK

Mit diesem Plakat gewann Maria Finck aus Alpen im vergangenen Jahr den Wettbewerb „bunt statt blau“ auf NRW-Ebene.

Gladbeck.   Plakate sollen Jugendliche über Alkoholgefahren aufklären. Die Zahl der Komasäufer ist wieder gestiegen. Weiterführende Schulen sind eingeladen.

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Projekttage in Schulen, Fortbildungen für Lehrer, Kinoseminare: Mit einer Vielzahl von Aktionen wird seit Jahren versucht, den Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen und Kindern zu bekämpfen.

Jetzt startet die DAK-Krankenkasse zum neunten Mal ihren Plakat-Wettbewerb „bunt statt blau“. Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren sollen Bilder zum Thema Alkohol und seinen Gefahren gestalten. Der Initiative geht es um Aufklärung und Prävention: Kunst gegen Komasaufen.

Zahl der Komasäufer wächst

Die aktuelle Entwicklung zeigt, wie notwendig solche Aktionen sind. Die Zahlen der Komasäufer zwischen zehn und 20 Jahren, die stationär behandelt werden mussten, sind im vorletzten Jahr wieder gestiegen.

Im Kreis Recklinghausen wurden 231 Kinder und Jugendliche mit Vergiftungserscheinungen in Krankenhäuser eingeliefert, ein Jahr zuvor waren es 208 Fälle – ein Anstieg von 11,1 Prozent.

Die Folgen des Komasaufens sind vielfältig

Welche existenziellen Gefahren hinter diesen Zahlen stecken, verdeutlichen Experten wie Dr. Martin Meyer, medizinischer Direktor der Dattelner Kinder- und Jugendklinik. Er weist auf den Stoffwechsel hin, der bei Jugendlichen anders reagiere als bei Erwachsenen: „Dadurch gibt es bei wesentlich geringeren Alkoholmengen lebensbedrohliche Situationen.“ Atemstillstand, Krampfanfälle, Hirnschädigungen durch Unterzuckerung, neurologische Schäden, Brüche und Hirntrauma – die möglichen Folgen des Komasaufens seien ebenso vielfältig wie erschreckend.

Einen Beitrag gegen das jugendliche Komasaufen möchte nun wieder „bunt statt blau“ leisten. „Wir wollen ohne erhobenen Zeigefinger für das Thema sensibilisieren“, betont DAK-Sprecher Rainer Lange.

Alle weiterführenden Schulen sind eingeladen

So werden zurzeit alle weiterführenden Schulen angeschrieben, um ihnen das Projekt nahezubringen und Aktionsmaterial wie Broschüren und Arbeitsblätter anzubieten – in der Hoffnung auf viele Multiplikatoren und Teilnehmer.

Im Jahr 2017 wurden etwa 1200 Beiträge eingereicht. Dieses Mal rührt auch Ministerpräsident Armin Laschet als Schirmherr die Werbetrommel. Weitere Infos: www. dak-buntstattblau.de.

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