Natur und Umwelt

In der Freizeit schwingt sich das Ehepaar Blömker aufs Rad

Die Radlergruppe von Rosemarie Blömker geht immer montags und donnerstags auf Tour in die nähere Umgebung.

Die Radlergruppe von Rosemarie Blömker geht immer montags und donnerstags auf Tour in die nähere Umgebung.

Foto: Blömker / RB

Gladbeck.  Gut 400 Kilometer legt ein Ehepaar aus Gladbeck jährlich mit dem E-Bike zurück. Aufs Auto verzichten die Blömkers in der Freizeit fast komplett.

Rosemarie und Volker Blömker sind begeisterte Fahrradfahrer. Und das schon seit über 25 Jahren. „Seit unsere Söhne flügge sind, fahren wir regelmäßig“, berichtet Rosemarie Blömker. Dem Aufruf der WAZ-Lokalredaktion an die Leser, ihre Fahrradgeschichten zu erzählen, ist die 66-Jährige deshalb auch gerne nachgekommen. Sie ist nämlich der festen Überzeugung: „Radfahren ist gut fürs Klima und für die Gesundheit. Seitdem ich regelmäßig radel, sind meine Arthrose-Beschwerden im Knie fast verschwunden.“

Die E-Bikes kommen bei den Blömkers natürlich auch im Urlaub zum Einsatz

Die Blömkers kommen locker auf 3000 bis 4000 geradelte Kilometer pro Jahr. Ihre E-Bikes sind Begleiter in den Urlauben, und regelmäßig unternimmt das Ehepaar zudem Tagestouren und auch mehrtägige Fahrten in die nähere und weitere Umgebung. Erst Samstag sind die beiden aus dem Münsterland zurück nach Gladbeck gekommen – um mit dem Enkelkind Geburtstag zu feiern. https://www.waz.de/staedte/gladbeck/immer-mehr-arbeitgeber-machen-mitarbeitern-jobrad-angebote-id226480395.html

Das Fahren mit dem Rad bedeutet für beide Entspannung. “Kreuz und quer durch ganz Deutschland“ sind sie auf ihren Touren schon gekommen. „Es ist einfach traumhaft schön hier. Da muss man gar nicht mit dem Flieger weit weg“, ist Rosemarie Blömker überzeugt.

Die Radelgruppe trifft sich immer montags und donnerstags

Seit vier Jahren leitet die Gladbeckerin zudem auch noch eine private „Radelgruppe“: 18 Frauen und Männer, alle Rentner, schwingen sich immer montags und donnerstags gemeinsam auf den Fahrradsattel.

Und seitdem alle ein E-Bike besitzen, hat sich der Radius der Touren deutlich erweitert. Gut 55 bis 75 Kilometer legt die Gruppe im Schnitt bei einem Ausflug zurück. „Wir fahren fast ausnahmslos über Bahntrassen, durch Wälder und über Wirtschaftswege und an Feldern entlang“, erklärt Rosemarie Blömker. Natürlich gibt es immer auch einen Stopp – etwa in einem Biergarten, einem Restaurant oder Café.

Die Touren plant die Gladbeckerin mit dem Routenplaner Komoot. Alle Routen sind in ihrem PC abgelegt. „So habe ich im Laufe der Zeit ungefähr 300 GPX-Dateien mit Routenbausteinen abgespeichert.“ Die jeweils aktuelle Route wird dann ins Fahrrad-Navi eingespeichert. Um ihre Radlergruppe immer gut im Auge behalten zu können, hat Rosemarie Blömker sich sogar extra einen Rückspiegel am Lenker angebracht. „Man muss ja schauen, dass so eine große Gruppe auch immer zusammen bleibt“, sagt sie und lacht.

Auch Ausflüge zur Zeche Zollverein und zum Landschaftspark Duisburg-Nord sind beliebt

Im Juni war die Radelgruppe gleich mehrere Tage im Münsterland unterwegs. Einmal pro Jahr steht so ein mehrtägiger Ausflug auf dem Programm. Von einem schönen Landhotel aus gingen die Radler täglich auf Tour. Gut 60 bis 70 Kilometer haben sie pro Fahrt zurückgelegt. „Dabei sind wir alle immer wieder begeistert davon, wie schön man Natur und Tiere vom Rad aus beobachten kann“, sagt die Gladbeckerin.

Genauso beliebt bei der Radlergruppe sind aber auch Ausflüge zu den Industriedenkmälern im Ruhrgebiet. Zollverein in Essen, die Zeche Ewald in Herten, der Landschaftspark Duisburg-Nord, aber auch der Duisburger Innenhafen oder die Bochumer Jahrhunderthalle – die Radler sind schon ganz schön herum gekommen.

Die Blömkers nutzen ihre Fahrräder eindeutig überwiegend für Fahrten in der Freizeit. „Natürlich setze ich mich auch alltags ab und zu für kürzere Wege aufs Fahrrad. Aber für den Großeinkauf oder andere Besorgungen greifen wir dann doch aufs Auto zurück“, erklärt Rosemarie Blömker. Auf mehr als 5000 Autokilometer pro Jahr kommt das Ehepaar allerdings nicht. „Da muss man dann kein schlechtes Gewissen haben!“

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