Markt der Talente

Gladbecker Talente stellten ihr Können unter Beweis

Viel zu gucken – und zu entdecken – gab’s beim 6. Gladbecker Markt der Talente auf dem Hof des Bildungs- und Begegnungszentrums Brauck.

Viel zu gucken – und zu entdecken – gab’s beim 6. Gladbecker Markt der Talente auf dem Hof des Bildungs- und Begegnungszentrums Brauck.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Auf dem 6. Markt am Bildungs- und Begegnungszentrum Brauck präsentierten kreative Köpfe ihr Können. Musiker waren ebenso vertreten wie Autoren.

Strahlender Sonnenschein am Sonntag über dem Gelände des Bildungs- und Begegnungszentrums Brauck, an den Holztischen im Zentrum des „Marktes der Talente“ reckten etliche Besucher genüsslich die Gesichter gen Himmel, um den Sommertag im Frühherbst vollends auszukosten. „Wetter gut, alles gut“, freute sich Petra Appelhoff, Mitarbeiterin des Amtes für Jugend und Familie und Leiterin des städtischen Jugendtreffs. „Wir veranstalten den Markt zum sechsten Mal, Qualität und Güte der angebotenen Produkte sprechen für sich“, sagte sie stolz. An rund 40 Ständen wartete auf die Besucher alles, was Fantasie, Handarbeit und Geschicklichkeit hervorzubringen vermögen.

Köstliche Marmeladen bot Annette Chakka an. Birne-Marzipan oder Rhabarber-Vanille, samtige Himbeere und Brombeere, Bratapfel mit Rosinen in kleinen Stückchen oder als Gelee. „Die Früchte stammen aus meinem Schrebergarten am Rosenhügel“, erzählte die Brauckerin strahlend.

„Alle Aussteller sind aus Gladbeck oder haben zumindest einen lokalen Bezug“

„Alle Aussteller sind aus Gladbeck oder haben zumindest einen lokalen Bezug“, informierte Appelhoff. Nicht nur in puncto Brotaufstrich konnten kaufwillige Besucher für den kommenden Winter vorsorgen. Am Stand gegenüber von Chakka lockten leuchtend bunte Filzpantoffel, Schals und Pulswärmer, die bald kalte Füße, Hälse und Hände vergessen lassen.

Hübsche Ketten aus Halbedelsteinen und Ohrringe, Haarklämmerchen mit glasierten Eifeltürmchen und Schmetterlingen stellt Caroline Zimmermann her. Ihr Mann Dirk verkaufte Stelen aus Holz und Metall für den Garten. „Oh, eine Handpuppe“, juchzte nebenan ein Kind. Sabine mit den Elfenohren erzählte mit Bücherwurm „Anny“ kurze Geschichten. Vier Autorinnen und Autoren, darunter Halina Monika Sega, stellten an ihrem Stand Märchen von Hexen und Vampiren vor, am Nachmittag auf der großen Bühne.

16-jährige Mandolinistin verzauberte mit ihrer Musik das Publikum

Im abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm vor dem Gebäude präsentierte die Mandolinistin Mevize Meryem Candan ihr Können. Das erst 16-jährige Talent, jüngstes Mitglied des NRW-Zupforchesters und mehrfache Preisträgerin von Jugend musiziert, verzauberte das Publikum. „Die Musik ist für meine Tochter ein wunderbarer Ausgleich zum Alltag“, erklärte Ayfer Candan, „außerdem ist sie durch das Studium des Instrumentes sehr strukturiert geworden“.

Candan war jedoch nicht nur wegen ihrer Tochter auf dem Markt. Gemeinsam mit Sevde Tasci zeigte sie Handarbeiten aus ihren Projekten im Verein „Islamische Bildungsakademie“. Ringe, aus Knete gebrannt, gebastelte Glückwunschkarten für ein „Frohes Weihnachtsfest“ oder kleine Leinensäckchen mit Erzählsteinen. Auf den kleinen Kieseln Bilder von Stern, Brief, Blüte oder Auto. „Man nimmt einen Stein und beginnt die Geschichte, der nächste muss sie mit dem Symbol auf dem neuen Stein weiterführen“.

Hunderte von Besuchern gingen an den Ständen auf Entdeckungsreise

Gespräche anregen, Gespräche führen, ob über Kochrezepte oder interreligiöse Themen. „Dadurch wird Fremdheit abgebaut, die Menschen nähern sich an“. Dazu hatten Candan und die vielen anderen Aussteller am Sonntag reichlich Gelegenheit, Hunderte von Besuchern gingen auf dem „Markt der Talente“ am BBzB auf Entdeckungsreise.

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