Amigonianer

Festgottesdienst: Gladbecker heißen Amigonianer willkommen

Mit einem Festgottesdienst wurden die Amigonianer in St. Marien in Brauck willkommen geheißen.

Mit einem Festgottesdienst wurden die Amigonianer in St. Marien in Brauck willkommen geheißen.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Die Pater der katholischen Ordensgemeinschaft sind jetzt offiziell begrüßt worden. Kinder und Jugendliche stehen bei ihrer Arbeit im Vordergrund.

Welch ein Empfang! Mit einem Festgottesdienst hieß Gladbeck die Ordensgemeinschaft der Amigonianer willkommen.

Es passte einfach alles: Bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein begrüßten die Gladbecker am Sonntag die Patres Gisbert Lordieck, Alois Gomez und Ralf Winterberg, die Marienkirche in Brauck war zum Bersten gefüllt. Schon vor Beginn des Gottesdienstes wies Pater Alois Gomez im Gespräch auf einen kleinen, aber wichtigen Unterschied hin: „Wir hören genau hin, was die Menschen brauchen, deshalb wohnen wir in einem Haus direkt an der Straße. Die Kirche schien zumeist vorher genau zu wissen, was die Menschen brauchen.“

Grüße von Bischof Franz-Josef Overbeck wurden übermittelt

Nach der musikalischen Einstimmung durch die Band „Heimspiel“ übermittelte Dr. Michael Dörnemann, Leiter des Dezernates Pastoral, Grüße des Bischofs Franz-Josef Overbeck. Propst André Müller nannte die Entscheidung des Ordens für Brauck ein „Geschenk des Himmels“. „Heute ist ein guter Tag – für Brauck und für Gladbeck.“

Passend zum Anlass war auch das von Diakon Egon Brylak vorgelesene Evangelium des Tages, das Gleichnis vom verlorenen Sohn. „Diese Erzählung hat viel damit zu tun, dass es uns Amigonianer überhaupt gibt“, machte Pater Gisbert Lordieck in seiner humorvollen Predigt deutlich. Und er sprach nicht über Jugendliche, sondern ließ Mitarbeiter aus einem Jugendzentrum selbst zu Wort kommen. Grau sei alle Theorie, „wichtig ist auf’m Platz,“ baute er das bekannte Diktum von Ex-Profi Adi Preißler in seine Ausführungen ein. Eine weitere Anleihe im Sport: „Wir Amigonianer freuen uns darauf, ein Teil dieser Mannschaft in Brauck zu sein.“

Im Gemeindeheim ging es nach dem Festgottesdienst mit einem Empfang weiter

Nach knapp 90 Minuten endete der Gottesdienst, der im Unterschied zu manch einem Fußballspiel keinerlei Längen oder gar Durchhänger hatte, danach ging es im Gemeindeheim St. Marien weiter mit einem Empfang. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Klemens Hasenberg freute sich über den Anlass, der „Aufbruch statt Abbruch“ signalisiere.

Sozialdezernent Rainer Weichelt machte deutlich, dass der „Orden mit seiner Zielsetzung für benachteiligte Kinder und Jugendliche passgenau nach Brauck passe“, wenngleich ihm der Name „Amigonianer noch nicht so leicht über die Zunge kommt“. Grußworte und guten Wein hatte Pfarrer Andreas Weyer von der Petrus-Kirche mitgebracht – verbunden mit dem Wunsch nach weiteren ökumenischen Impulsen. Dass dieser Wunsch und all’ die Hoffnungen, die auf dem Empfang zum Ausdruck gebracht wurden, bei den Amigonianern auf offene Ohren stoßen werden, machte Pater Ralf Winterberg deutlich: „Wir wollen schnell ein Gespür für die Menschen hier bekommen und sind da, um die Ärmel aufzukrempeln.“

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