Kommentar

Ein Desaster für die SPD

Es kommentiert: WAZ-Redaktionsleiterin Maria Lüning-Heyenrath.

Es kommentiert: WAZ-Redaktionsleiterin Maria Lüning-Heyenrath.

Foto: WAZ

Die Wähler in Gladbeck haben der SPD einen Denkzettel verpasst. Ein Kommentar von WAZ-Redaktionsleiterin Maria Lüning.

Die Genossen werden diesen Wahlabend so schnell nicht vergessen. Dass die Wähler in Gladbeck der stärksten Partei, der SPD, einen derart desaströsen Denkzettel verpassen, damit hätte wohl niemand gerechet. Jetzt liegt die Partei nur noch vergleichsweise knapp, mit rund 1000 Stimmen, vor der CDU. Beim Blick nach vorn zu den Kommunalwahlen 2020 wird so manchem Genossen mulmig werden. Auch wenn in Europa andere Themen von Bedeutung sind: Der Warnschuss ist deutlich.

Den Grünen dagegen wird das Ergebnis auch lokal neuen Auftrieb geben. Seit das Klima wieder ein Topthema ist, wächst auch die Mitgliederzahl in Gladbeck. Sie müssen jetzt aber liefern, mehr denn je ein eigenes Profil entwickeln, wenn sie von der grünen Welle auch bei der nächsten Wahl profitieren wollen.

Eins hat diese Wahl auch gezeigt: Die Gladbecker lässt Europa nicht kalt. Das zeigt die hohe Wahlbeteiligung von über 55 Prozent. Ein gutes Zeichen, immerhin.

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