Casting-Show

DSDS-Kandidat Momo ist Azubi bei Ineos Phenol in Gladbeck

Schutzkleidung statt Scheinwerferlicht: DSDS-Teilnehmer Mohamed "Momo" Chahine arbeitet bei Ineos Phenol in Gladbeck und absolviert dort zurzeit eine Ausbildung zum Chemikanten.

Schutzkleidung statt Scheinwerferlicht: DSDS-Teilnehmer Mohamed "Momo" Chahine arbeitet bei Ineos Phenol in Gladbeck und absolviert dort zurzeit eine Ausbildung zum Chemikanten.

Foto: Oliver Mengedoht

Gladbeck.   In der Recall-Show von DSDS entscheidet sich, ob Momo Chahine weiter kommt. Juror Pietro liebt ihn. Und die Kollegen drücken fest die Daumen.

Wenn zwei Menschen gut miteinander können, dann sagt man ja salopp, dass zwischen beiden die Chemie stimmt. Für Momo Chahine und Pietro Lombardi trifft das auf jeden Fall zu. „Momo, ich liebe dich egal was die anderen sagen“, schwärmte der Pop-Sänger und Juror beim Casting vom Fernsehwettbewerb „Deutschland sucht den Superstar“ (kurz DSDS).

Der 22-Jährige hat auch die Sympathie von Pop-Titan Dieter Bohlen

Der smarte Kandidat konnte auch die Sympathie von Oberjuror und Pop-Titan Dieter Bohlen gewinnen, so dass es der 22-Jährige trotz des Neins der weiteren Jury (Sänger Xavier Naidoo, Profitänzerin Oana Nechiti) in die nächste Runde geschafft hat.

Jetzt heißt es Daumen drücken, denn am Samstag geht es mit den Recall-Shows im schneebedeckten Ischgl weiter (RTL, 20.15 Uhr). Apropos Chemie.

In Gladbeck fiebert quasi ein ganzes Unternehmen mit Kandidat Momo mit. Grund: Der talentierte Hobby-Sänger absolviert eine Ausbildung beim Chemieriesen Ineos Phenol im Stadteil Zweckel.

„Und egal, was bei DSDS noch passiert, die Ausbildung als Chemikant schließe ich auf jeden Fall ab“, sagt Kandidat Momo beim Gespräch mit der WAZ im Werk. Die berufliche Zukunft ist also so oder so gesichert, denn der gerne lächelnde Twen liefert als Azubi gute Noten, „so dass er eine Übernahmezusage bereits in der Tasche hat“, informiert sein Ausbilder Christian Schulz. Und auch Ineos Phenol Geschäftsführer Benie Marotz drückt kräftig die Daumen, auch wenn er soften Deutsch-Rap weniger mag, „sondern privat lieber Heavy-Metal-Musik hört“.

Xavier Naidoo findet, seine Stimme habe zu viel Hauch

Stimmlich besser abliefern will und muss der noch in Wanne bei der Familie lebende Nachwuchssänger nun in den österreichischen Bergen. „Ich habe mir zu Herzen genommen, was Xavier und Dieter gesagt haben, dass meine Stimme zu viel Hauch und zu wenig Stärke hat.“

Wer schon mal die Fortschritte hören und sehen will, der kann Momos selbst hochgestellte Videos auf seinem Instagram- und Youtube-Account anklicken. Damit hat übrigens auch die Männerfreundschaft mit Pietro Lombardi begonnen. Denn der Sänger entdeckte von Momo gecoverte und hochgeladene Clips mit seinen Songs im Internet und plauderte in seinem Onlinekanal so zum ersten Mal im Videochat mit dem Nachwuchstalent.

Von Fans auf der Straße erkannt

„Das hat mir Mut gemacht, mich bei DSDS zu bewerben“, erzählt der gut aussehende Sänger, der sich anfangs selbst darüber wunderte, dass sein erster TV-Auftritt schon für einige Popularität sorgt.

„Es war schon ungewohnt, als die ersten Leute beim vorbeigehen auf der Straße gesagt haben, ist das nicht der von DSDS, oder mich die ersten Mädchen in einem Lokal beim Döner essen mit Freunden angesprochen haben, ob wir zusammen ein Selfie machen können“. Und sicher zur Freude seiner weiblichen Fans verrät Momo, „ich bin noch Single“.

Was nicht viele wissen: Die ersten Gesangsversuche hat Momo mit 19 Jahren bei der Bundeswehr gemacht. „Da haben wir auf der Stube gesessen und ein Kamerad konnte Gitarre spielen. Ich habe ihn gefragt, ob er ,Nur noch kurz die Welt retten’ von Tim Bendzko kennt, das war zu der Zeit nämlich mein Lieblingslied“, erzählt Momo. Da habe er dann einfach spontan dazu gesungen, „und den Kameraden hat es so gut gefallen, dass ich gedacht habe, so schlecht singst du wohl gar nicht“.

Auf Instagram hat Momo schon 36.000 Follower

Hinter verschlossener Tür, zuhause im Jugendzimmer, probierte der Wanner dann weitere Songs aus. „Die habe ich mit der Diktierfunktion von meinem Handy aufgenommen, um dann zu hören, wo ich was verbessern kann.“

Irgendwann stellte Momo den ersten Selfie-Videoclip mit Gesang ins Netz, dem professionellere Music-Clips folgten, so dass mittlerweile schon allein mehr als 36.000 Fans seinen Instagram-Kanal abonniert haben. Sicher auch beflügelt von seiner DSDS-Kandidatur und der öffentlichen Liebeserklärung von Juror Pietro Lombardi. Um zu den 25 von 120-Recall-Kandidaten zu zählen, die zur nächsten DSDS-Runde ins sonnige Thailand mitfliegen dürfen, gilt es jetzt die eher skeptischen Juroren zu überzeugen.

Am Fernseher Samstagabend mitfiebern werden sicher auch viele Ineos-Kollegen wie Gregor Sternemann vom Leitstand. „Vorher hat mich DSDS nicht so interessiert, jetzt sehe ich mir wegen Momo aber die Staffel an und drücke ihm fest die Daumen.“

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