Kommentar

Die Klima-Botschaft der Gladbecker Schüler ist angekommen

Die Klima-Demos der Schüler auch in Gladbeck haben schon einiges bewirkt. Ein Kommentar von Maria Lüning-Heyenrath.

Die Klima-Demos der Schüler auch in Gladbeck haben schon einiges bewirkt. Ein Kommentar von Maria Lüning-Heyenrath.

Foto: WAZ

Gladbeck.  Einige Schüler können zwar nicht die Welt retten. Aber: Sie senden die richtigen Signale aus. Und die Politiker hören endlich hin und reagieren.

Daumen hoch für die Schüler der Anne-Frank-Realschule, die gestern wieder loszogen, um mit einer Demo für den Klimaschutz zu kämpfen. Ist zwar nicht so, als würden ein paar Schilder und Parolen an einem Schulvormittag die Welt retten.

Aber das Signal, dass diese Realschüler und viele Mitschüler in ganz Deutschland mit ihrer Beteiligung an den „Fridays for Future“-Demonstrationen geben, ist angekommen und zeigt auch in Gladbeck Wirkung.

Der Klimaschutz wird vorrangiges Thema in der Politik. SPD und Grüne wollen den Klimanotstand ausrufen, alle wichtigen Entscheidungen in dieser Hinsicht auf den Prüfstand stellen. Auch die CDU springt auf den Zug auf und plant eine Podiumsdiskussion.

Es ist eine Lektion für die politische Bildung der Erwachsenen von morgen

Was die Schüler draußen auf der Straße also lernen? Dass das gemeinsame Eintreten für eine wichtige Sache Erfolg haben kann, sie gehört werden. Für die politische Bildung der Erwachsenen von morgen ist diese Lektion von unschätzbarem Wert. Denn wenn diese Kinder und Jugendlichen schon wählen dürften, müsste man sich um eine ordentliche Wahlbeteiligung an der Europawahl und klare Absage an alle nationalistischen Bestrebungen in Europa wohl keine Sorgen machen. Klimaschutz geht alle an und geht nur gemeinsam – auch das ist eine Botschaft der Schüler, für die dieses Europa der offenen Grenzen eine Selbstverständlichkeit ist.

Am Sonntag ist Europawahl. Gehen Sie hin. Das eine Kreuzchen kann viel bewirken.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben