Spielplatz

Die Figuren auf neuem Spielplatz in Brauck sind ramponiert

Den Spielplatz an der Kösliner Straße hat die Stadt Gladbeck im April 2019 eröffnet. Große Felder bieten die Möglichkeit, unter anderem „Mensch ärgere Dich nicht“ zu spielen.

Den Spielplatz an der Kösliner Straße hat die Stadt Gladbeck im April 2019 eröffnet. Große Felder bieten die Möglichkeit, unter anderem „Mensch ärgere Dich nicht“ zu spielen.

Foto: Lutz von Staegmann / Funke Service

Gladbeck.  WAZ-Leser Dieter Knauer hat beobachtet, dass auf dem Spielplatz Kösliner Straße in Gladbeck-Brauck bereits große Spielfiguren beschädigt sind.

Eigentlich wäre ein neu gestalteter, attraktiver Spielplatz ja ein Grund zur Freude. Wenn da nicht jene Zeitgenossen wären, die Bemühungen um eine ansprechende Anlage nicht zu schätzen wissen. Davon kann Dieter Knauer ein Lied singen. Der WAZ-Leser weiß „leider nichts Gutes“ vom Spielplatz an der Kösliner Straße in Brauck zu berichten.

Der 67-Jährige besucht ihn regelmäßig mit seinem dreieinhalbjährigen Enkel. Stadtsprecher David Hennig: „Dieser Spielplatz wurde am 1. April eröffnet.“ Und Besucher wie Knauer mit Enkel Vincent freuten sich sehr über das neue Angebot, zumal die vorherige Anlage „renovierungsbedürftig“ gewesen sei. „Unter anderem wurden jetzt mehrere Brettspiele eingerichtet, zum Beispiel Felder für ,Mensch ärgere Dich nicht’ und ,Mühle’“, erzählt Knauer. Er findet: eine gute Idee.

Und auch der Knirps sei von den Neuerungen ganz angetan gewesen: „Er spielt mit seinen dreieinhalb Jahren tatsächlich auch ,Mensch ärgere Dich nicht’“. Als Spielfiguren sind 32 mit Sand gefüllte Flaschen gedacht, die laut Hennig „nach der Befüllung zugedreht und zugeklebt“ wurden. „Gut gelöst“, lobt Knauer, „gelagert in Körben mit dem Hinweis, dass es sich um die entsprechenden Spielfiguren handelt.“ Aber die Begeisterung habe nur kurz gewährt.

Sprechender Mülleimer bleibt stumm

„Offensichtlich wurden diese Hinweise von den großen und kleinen Spielplatz-Besuchern nicht verstanden“, so der WAZ-Leser. Die besagten Flaschen-Figuren seien über die ganze Anlage verstreut worden.

Stadtverwaltung bestätigt die Beschädigungen

Knauer berichtet: „Meine Tochter hat gesehen, wie Kinder die Flaschen zerstört haben, und die Eltern haben nicht reagiert.“ Hennig bestätigt die Beschädigungen. Er meint, die zugeschraubten Figuren „müssen gewaltsam geöffnet worden sein“. Und das ist nicht alles, was Knauer ärgert. Er

sagt: „Dem sprechenden Mülleimer hat es die Sprache verschlagen.“ Etwas größere Kinder hätten den Mechanismus immer wieder und wieder betätigt, so dass er irgendwann den Geist aufgegeben habe.

Durch eine Hebelbewegung an dem Behältnis werden – so die Technik denn funktioniert – abgespeicherte Sätze abgespielt. „Hier haben Mitglieder des Jugendrates und Kinder der Kita Kösliner Straße ,flotte Sprüche’ aufgesprochen, wie ,Hab einen schönen Tag’ oder ,Yammi, danke für den leckeren Müll’“, erläutert Hennig. Bei dem Defekt an dem Eimer handele es sich um einen Gewährleistungsschaden, der möglichst bald behoben werden solle.

Leserkommentare (2) Kommentar schreiben