Radverkehrskonzept

Der „Runde Tisch“ radelt zu Problemstellen im Stadtteil

Martin Stork (rechts) vom städtischen Planungsamt erklärte bei der Ortsbesichtigung in Rentfort-Nord das geplante Radverkehrskonzept, speziell für den Stadtteil.

Martin Stork (rechts) vom städtischen Planungsamt erklärte bei der Ortsbesichtigung in Rentfort-Nord das geplante Radverkehrskonzept, speziell für den Stadtteil.

Foto: Carsten Liebfried

Das Radverkehrskonzept für Rentfort-Nord hatten die Mitglieder vom „Runden Tisch“ im Fokus. Dabei ging es vor allem um sichere Schulwege.

Viele Radwege in Rentfort-Nord haben die besten Jahre hinter sich. Eine Reihe von Vorschlägen und Rückmeldungen von Gladbeckern sind deswegen in den zurückliegenden Wochen beim „Runden Tisch Rentfort-Nord“ eingegangen.

Der sichere Weg mit dem Rad zur Schule ist ein wichtiges Thema

„Ausschließlich Frauen hätten sich gemeldet“, sagte Claudia Braczko, Sprecherin des Runden Tisches. Diese würden sich vor allem Sorgen um die Alltagsstrecken der Schüler machen, die aus Schultendorf und Zweckel nach Rentfort-Nord fahren. Diese Anregungen veranlasste die Mitglieder vom „Runden Tisch“, eine Ortsbesichtigung durch den Stadtteil mit dem Rad zu unternehmen. Das Quartiersmanagement der Awo sagte umgehend zu. Und Martin Stork, Abteilungsleiter beim Planungsamt, setzte sich ebenso auf den Sattel und trat mit einer Handvoll interessierter Bürger in die Pedale.

Die Route führte von der Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule an der Fritz-Erler-Straße zur Berliner Straße, dann hinunter zur Kirchhellener Straße, von dort zur Musikschule und über die Marcq-en-Baroeul-Straße zurück zur Gesamtschule. Stork hatte mehrere Pläne, speziell für den Stadtteil Rentfort-Nord, zur Hand. Vor allem der Plan mit der Überschrift „Maßnahmen Infrastruktur“ weckte das meiste Interesse. Einige Bauvorhaben, grün gekennzeichnet, seien bereits umgesetzt worden, so Stork. Er nannte in dem Zusammenhang die Rottenburgstraße durch das Wäldchen hindurch zur Enfieldstraße. „Wir haben Belagsschäden festgestellt, die wir behoben haben.“

Am 19. September ist das Radverkehrskonzept Thema im Planungsausschuss

Die Teilnehmer der Ortsbesichtigung erhielten schon einen ersten Blick darauf, was am Donnerstag, 19. September, in der Sitzung des Stadtplanungs- und Bauausschusses vorgestellt wird. Dann wird nämlich nicht nur der Bereich Rentfort-Nord, sondern das Radverkehrskonzept „Fahrradfreundliches Gladbeck 2025“ für das gesamte Stadtgebiet erläutert. Der Katalog umfasst mehr als 250 Einzelmaßnahmen, um Gladbeck zeitgemäß als fahrradfreundliche Kommune aufzustellen.

Seit 2016 werden Bürgerversammlungen und Befragungen durchgeführt. Der zuständige Arbeitskreis, bestehend aus Experten der Stadt, Vertretern der Politik, des örtlichen Fahrradclubs ADFC, des Seniorenbeirats, der Polizei und des beauftragten Planungsbüros Rolf Kaulen, ist auch in Zukunft auf Hinweise über Problemstellen und Mängel aus der Öffentlichkeit angewiesen. Martin Stork betonte: „Die Liste, die wir haben, ist nicht abgeschlossen.“

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