Kammerchor

Der Kammerchor Gladbeck gab ein Konzert zum 25. Geburtstag

Der Kammerchor Gladbeck feierte sein 25-jähriges Bestehen mit dem Jubilumskonzert in der Aula des Ratsgmynasiums. Foto Services

Der Kammerchor Gladbeck feierte sein 25-jähriges Bestehen mit dem Jubilumskonzert in der Aula des Ratsgmynasiums. Foto Services

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Vor 25 Jahren wurde der Kammerchor Gladbeck gegründet. Zu seinem Jubiläum präsentierte er einen Querschnitt durch sein Repertoire.

Der Kammerchor Gladbeck hat in den bisherigen 25 Jahren seiner Existenz ein beachtlich vielfältiges Repertoire erarbeitet und aufgeführt. Eine kleine Auswahl dessen präsentierte der Chor jetzt bei seinem Jubiläumskonzert in der Aula des Ratsgymnasiums.

Los ging es in der Frühzeit der mehrstimmigen Chormusik im 16. Jahrhundert. Mit lebhaften Madrigalen von Hans Leo Haßler, Daniel Friderici und Johann Steuerlein widerlegte der Chor prompt das Vorurteil, dass Musik aus dieser Zeit immer nur ernst und langweilig ist. Dieser geradezu spielerischen Schlichtheit setzten die Sängerinnen und Sänger die hohe Kunst der Kompositionen von Heinrich Schütz und Johann Sebastian Bach entgegen. Pianistin Shino Watanabe und Cellist Georg Espey unterstützten die Sänger.

Die Motetten „Verleih uns Frieden“, „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ und „Komm, Jesu, komm“ waren zugleich eine Hommage an Günther Waleczek. Der langjährige Kantor der evangelischen Petruskirche Rosenhügel hatte nämlich nicht nur im Jahre 1965 die Musikschule gegründet, sondern auch 1994 den Kammerchor. „Damals sind wir mit 18 Gründungsmitgliedern gestartet, von denen sieben noch dabei sind“, wandte sich die Chor-Vorsitzende Stephanie Knümann in ihrem Grußwort an das Publikum. „Unser erstes Konzert hatten wir im selben Jahr anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Stadt Gladbeck – genau hier im Ratsgymnasium.“

Der Kammerchor gab mehrere Benefiz-Konzerte

Im Laufe der bisherigen 25 Jahre haben sich besondere Freundschaften zwischen dem Chor und anderen Institutionen der Stadt entwickelt, wie Knümann weiter erzählte: „Zum Beispiel hat uns die Herz-Jesu-Kirche in Zweckel oft schon ihre Gastfreundschaft erwiesen, im Gegenzug haben wir für sie schon oft Benefizkonzerte gegeben. Da fand auch im Advent 2013 unser erstes Konzert mit unserer jetzigen Chorleiterin Diana statt.“ Aufgeführt hat der Klangkörper seinerzeit das Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns.

Knümann dankte allen Unterstützern und besonders dem „Hausmeister des Ratsgymnasiums für seine Geduld, wenn unsere Probe mal wieder länger dauert und er nicht pünktlich in den wohlverdienten Feierabend gehen kann.“

Dass man mit klassischer Musik auch humorvoll umgehen kann, bewies Diana Petrovas anderer Chor, nämlich der Kammerchor der Musikschule: Mehrere Variationen kreuzten Franz Schuberts berühmtes Lied „Die Forelle“ nacheinander mit der „Kleinen Nachtmusik“ von Mozart, „Die Himmel rühmen“ von Beethoven, dem „Pilgerchor“ von Wagner, der „Ungarischen Rhapsodie“ von Liszt und anderen Kompositionen.

Diana Petrova trat beim Jubiläumskonzert als Opernsängerin auf

Nach der Pause gab Diana Petrova eine Kostprobe von ihrer früheren Tätigkeit als Opernsängerin, indem sie zusammen mit ihrem Sängerkollegen Mauricio Virgens und dem Pianisten Denis Ivanov aus mehreren Mozart-Arien eine kurze Show zusammensetzte. Bei den Liebesliedern von Johannes Brahms war wieder der Kammerchor am Zug: Dieser bot bei 18 verschiedenen Chorsätzen eine beachtliche Vielfalt dar. Mauricio Virgens, Apostolos Kanaris und Nikos Konstantelias traten als Solisten hervor, Watanabe und Ivanov begleiteten vierhändig am Klavier.

Das Ende gestalteten der Kammerchor und der Musikschulchor wieder gemeinsam: Bei Songs aus Musicals wie „My Fair Lady“, „West Side Story“ und „Mamma Mia“ verzichtete Petrova nicht darauf, nicht nur den Chor, sondern auch das mitsingende Publikum zu dirigieren. All diese Darbietungen brachten dem Chor gleich nach Ende des Konzerts viel Lob vom Publikum ein.

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