Kommunalwahl 2020

CDU Gladbeck: Drosdzol nun offiziell Bürgermeister-Kandidat

Glückwünsche für den neu gewählten CDU-Bürgermeisterkandidaten gab es auch von Fraktionsvorsitzendem Peter Rademacher (li.) und CDU-Kreisgeschäftsführer Ludger Samson.

Glückwünsche für den neu gewählten CDU-Bürgermeisterkandidaten gab es auch von Fraktionsvorsitzendem Peter Rademacher (li.) und CDU-Kreisgeschäftsführer Ludger Samson.

Foto: Lutz von Staegmann / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Dietmar Drosdzol ist jetzt offiziell Bürgermeister-Kandidat der CDU Gladbeck für die Kommunalwahl 2020. Diese Themen hat er sich vorgenommen.

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Die Mitglieder der CDU haben am Mittwochabend ihren Bürgermeister-Kandidaten gewählt: Dietmar Drosdzol wird für die Partei bei der Kommunalwahl im kommenden Herbst antreten. Im Gasthaus „Alte Post“ gaben von den anwesenden 47 Mitgliedern 46 ihre Stimme ab, 41 stimmten mit Ja, vier mit Nein, es gab eine Enthaltung. Insgesamt gehören dem Stadtverband fast 400 Mitglieder an.

Drosdzol, der bereits im Sommer vom Parteivorstand nominiert worden war, bedankte sich „für diesen Vorschuss an Vertrauen“ und umriss in einer Ansprache kurz einige Themen, mit denen er in den Wahlkampf ziehen will. Ein wichtiger Punkt sei die Sicherheit. „Ich höre immer wieder von Menschen, dass sie sich nicht mehr auf die Straße trauen, sobald es dunkel wird. Das kann nicht richtig sein“, so Drosdzol, der seit vier Jahren Standverbandsvorsitzender und als selbstständiger EDV-Sachverständiger arbeitet.

Das persönliche Empfinden der Menschen unterscheide sich von den Ergebnissen der Kriminalstatistiken. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir uns zurücklehnen und nichts machen brauchen.“ Seiner Ansicht nach könnte der Kommunale Ordnungsdienst mehr Aufgaben übernehmen. „Auch Vandalismus in der Stadt ist ein Thema, das bearbeitet werden muss.“

Integration und Digitalisierung stellte Dietmar Drosdzol als eine seiner Themen vor

Ein weiteres Thema: die Integration. „Die SPD hat jetzt plötzlich entdeckt, dass Multikulti nicht der richtige Weg ist. Die CDU sagt das schon länger.“ Zwar sei jeder willkommen, müsse sich aber an die Regeln halten, die in Deutschland gelten.

In der Verwaltung wolle er zudem die Digitalisierung voranbringen. Und: Als Bürgermeister sehe sich Drosdzol als denjenigen, „der die politische Meinung des Rates in der Verwaltung umsetzt.“ In der Verwaltung, so der 53-Jährige, würden „super Leute“ arbeiten. Derzeit dürften sie jedoch keine eigene Meinung haben, kritisierte er Bürgermeister Ulrich Roland (SPD).

Auch CDU-Fraktionsvorsitzender Peter Rademacher meinte: „Wir brauchen einen Bürgermeister, der nicht nur eine offene Verwaltung fördert, sondern auch offen mit dem Rat umgeht.“ Damit sprach Rademacher unter anderem den Streit um die Genehmigung der Kosten für den Neubau des Heisenberg-Gymnasiums an. Damals sei den Ratsmitgliedern erst in der Sitzung eine Vorlage auf den Tisch gelegt worden, „mal eben sollten sie da Mehrkosten in Höhe von zehn Millionen Euro für den Neubau zustimmen“.

Auch Alt-Bürgermeister Eckhard Schwerhoff war bei der Mitgliederversammlung dabei

Von den CDU-Mitgliedern gab es viel Beifall für Drosdzol, 87 Prozent der Anwesenden, darunter war auch Alt-Bürgermeister Eckhard Schwerhoff, stimmten für den Vorsitzenden als Bürgermeister-Kandidaten. „Mit drei, vier Gegenstimmen habe ich gerechnet. Die habe ich ja auch schon bei meiner Neuwahl zum Stadtverbandsvorsitzenden bekommen“, so Drosdzol nach seiner Wahl im Gespräch mit der WAZ. Die Mitglieder bat er indes um Unterstützung: „Ich freue mich auf den Wahlkampf, aber Sie müssen bitte alle mitmachen. Wir haben gemeinsam viel zu tun.“

Zu der Mitgliederversammlung war auch NRW-Generalsekretär Josef Hovenjürgen gekommen und richtete ein Grußwort an die CDU-Mitglieder. Er berichtete über einige landespolitische Themen und kritisierte dabei auch SPD-Landtagsabgeordneten Michael Hübner, unter anderem wegen seiner Haltung zu Windrädern. „Im Landtag ist er dafür, in Gladbeck gegen den Bau des Windrades“, so Hovenjürgen und meinte: „Wer so handelt, eignet sich nicht für andere Ämter.“ Er hoffe, dass dem Kreis Recklinghausen ein Landrat Michael Hübner „erspart bleibe“.

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