Soziales

Caritas Gladbeck stellt die Frühförderung für Kinder neu auf

Die Frühförderstelle der Caritas hat sich neu aufgestellt. Zum Team gehören unter anderem Kinderärztin Lisa Kühn, Physiotherapeutin Dorothea Murrenhoff, Brigitte Kleine-Harmeyer (Leitung)  und Logopädin Christiane Schmal.

Die Frühförderstelle der Caritas hat sich neu aufgestellt. Zum Team gehören unter anderem Kinderärztin Lisa Kühn, Physiotherapeutin Dorothea Murrenhoff, Brigitte Kleine-Harmeyer (Leitung) und Logopädin Christiane Schmal.

Foto: Oliver Mengedoht

Gladbeck.   In der Einrichtung an der Wiesenstraße gibt es nun neben der Heilpädagogik auch therapeutische Hilfe. Zudem verstärkt eine Kinderärztin das Team.

In Großstädten gibt es das Angebot schon länger. Nun bietet auch der Caritasverband Gladbeck eine so genannte interdisziplinäre Frühförderung für Kinder im Alter von 0 bis sechs Jahren an. Das bedeutet: In den Räumen des Verbandes an der Wiesenstraße wird ab sofort nicht nur eine heilpädagogische, sondern auch eine therapeutische Förderung angeboten.

Zudem steht dem Team jetzt einmal pro Woche mit Lisa Kühn eine junge Medizinerin zur Seite, die die ärztliche Untersuchung vornimmt. Sie ist Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin sowie Neuropädiatrie (körperliche und geistige Entwicklung und mögliche Störungen und Erkrankungen des Nervensystems von Kindern).

Neu ist der therapeutische Ansatz

Fast 40 Jahre war die Caritas eine pädagogische Frühförder- und Beratungsstelle. Nun kommt der therapeutische Ansatz – von der Physio- über die Ergotherapie bis zur Logopädie – noch hinzu.

„Den Eltern bleibt so viel Lauferei erspart, und für die Kinder ist die Förderung so um einiges entspannter“, ist die Leiterin der Einrichtung, Brigitte Kleine-Harmayer, überzeugt. Dass die Kinder sich wohlfühlen, und auch die Eltern die Einrichtung gern aufsuchen, ist für das Team ein entscheidender Faktor. So erinnern die Räume an der Wiesenstraße auch eher an eine kunterbunte Kita: Statt der Gruppenzimmer gibt es eben unterschiedliche Therapieräume mit farbenfroher Einrichtung und viel Spielzeug. Gut 180 Jungen und Mädchen pro Jahr werden in der Einrichtung im Schnitt betreut. Der Zeitraum der Förderung ist unterschiedlich, kann von einigen Monaten bis zu einigen Jahren dauern.

Der Kinderarzt muss die Förderung verordnen

Der Weg zur Förderung führt immer über den Kinderarzt, der sie verordnen muss. An der Wiesenstraße übernimmt dann Kinderärztin Lisa Kühn die Untersuchung. Im Anschluss wird, je nach Fall, gemeinsam mit den Förderpädagogen oder eben den Therapeuten nach der Eingangsdiagnose ein Förder- und Behandlungsplan für jedes Kind erstellt – und das gemeinsam mit den Eltern.

Für den therapeutischen Bereich sind Katharina Synnatzschke (Ergotherapie), Dorothea Murrenhoff (Physiotherapie) und Christiane Schmal (Logopädin) verantwortlich. Heil-, Rehabilitations- und Sozialpädagogen gehören ebenfalls zum Team.

Gemeinsam verfolgen alle Mitarbeiter das Ziel, bei den Kindern Nachteile auszugleichen und die Teilhabe zu verbessern. „Für uns hat die neue interdisziplinäre Frühförderung den Vorteil, dass sich alle im Team immer direkt über den jeweiligen Fall austauschen können und in ganz engem Kontakt stehen. Davon profitieren Eltern und Kinder“, sagt Dorothea Murrenhoff. Jetzt muss das neue umfassende Förderangebot des Gladbecker Caritasverbandes nur noch bekannter werden.

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