Klimastreik

Auch in Gladbeck demonstrieren Schüler für den Klimaschutz

Mehr als 300 Schüler zogen mit ihren Forderungen auf Plakaten vom Jovyplatz zum Neuen Rathaus, wo letztlich noch eine Abschlusskundgebung stattfand.

Mehr als 300 Schüler zogen mit ihren Forderungen auf Plakaten vom Jovyplatz zum Neuen Rathaus, wo letztlich noch eine Abschlusskundgebung stattfand.

Foto: Lutz von Staegmann / Funke Foto Services

Gladbeck.  Hunderte junge Aktivisten engagieren sich in Gladbeck am Tag des weltweiten Klimastreiks. Auch einige Lokalpolitiker schließen sich der Demo an.

Sie skandierten lautstark „Wir schwänzen nicht, wir kämpfen“, „Klimaschutz statt Kohleschmutz“, und „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft raubt“. Anlässlich des weltweiten Klimastreiks gingen am Freitagvormittag mehrere Hunderte Schüler in Gladbeck für die „Friday for Future“-Bewegung auf die Straße. Vom Treffpunkt am Jovyplatz zogen sie ab 11 Uhr demonstrierend in Richtung Neues Rathaus.

Die Schüler haben zur Teilnahme an der Demo aufgerufen

Mit Rasseln, Trillerpfeifen, Mikrofon und Lautsprecherbox setzten sich unter anderem Schüler der Anne-Frank-Realschule, des Ratsgymnasiums und des Heisenberg-Gymnasiums sowie weitere Teilnehmer aus Gladbecker Parteien, Verbänden und Vereinen in Bewegung. Am Europaplatz in der Innenstadt machten sie einen kurzen Zwischenstopp.

„Wir möchten Sie herzlich einladen, kommen Sie mit uns zum Rathaus. Bei der Kundgebung kann jeder seine Gedanken, seine Sorgen und seine Forderungen zur Umwelt mitteilen“, sprach Eva Wanneck, Versammlungsleiterin und Lehrerin an der Anne-Frank-Realschule, ins Mikrofon direkt zu den Passanten.

Die Kinder und Jugendliche der Realschule hatten im Vorfeld zur Teilnahme am weltweiten Klimastreik aufgerufen und die Demonstration angemeldet. „Es ist nicht fünf vor zwölf, sondern eine Minute vor zwölf“, meinte Wanneck.

Auf Plakaten stehen die Forderungen

Viele Schüler hatten eigens für die Demonstration bunte Plakate mit Aufschriften wie „Dieses Plakat ist so erbärmlich wie unsere Klimapolitik“, „Ich wünsche mir eine saubere Zukunft“ oder „Kein Müll in die Meere“ gestaltet. Immer wieder hielten sie ihre Botschaften und Forderungen in die Höhe. Demonstrativ machten sie ihrem Ärger Luft. „Es ist unsere Zukunft. Wir müssen etwas tun“, meinte Jennifer Stiles aus der Jahrgangsstufe Q1 am Heisenberg-Gymnasium.

Gut 30 Mitschüler aus der Jahrgangsstufe taten es ihr gleich und waren dem Aufruf zum Klimastreik gefolgt. Anstatt am Freitag im Unterricht zu sitzen, demonstrierten sie für den Klimaschutz. Die Eltern würden ihnen für die Teilnahme eigens eine Entschuldigung schreiben, meinten die Schüler des Gymnasiums.

Die selbe Praxis wendete die Anne-Frank-Realschule ausnahmsweise, wie Eva Wanneck ausdrücklich betont, an.

Realschüler aller Jahrgangsstufen, von der fünften bis zur zehnten Klasse, seien im Vorfeld angesprochen worden.

Die Abschlusskundgebung findet vor dem Rathaus in Gladbeck statt

Kevin Maurice Pantel war einer von den mehr als 300 Teilnehmern.

Der Realschüler der 10d ging bei der Demonstration mit gutem Beispiel voran. Immer an der Spitze des Zuges, immer ein Plakat in der Hand und immer wortgewaltig. Mit einer Abschlusskundgebung am Neuen Rathaus durfte jeder Schüler, der wollte, in Wortbeiträgen seine Meinung zum Umwelt- und Klimaschutz sagen. Auch Kevin Maurice Pantel schnappte sich das Mikro. Sein Beitrag handelte von den Regenwäldern und der Abholzung. „Illegale Brandrodung in Brasilien ist nicht nur gefährlich für die Tiere und Natur vor Ort“, sagte er und betonte. „Sondern für die ganze Welt.“

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