Trickbetrug

90-Jähriger stellt sich gegen vermeintlichen Betrüger

Unbekannte sollten nicht in die Wohnung gelassen werden und ihnen auch kein Geld herausgegeben werden.

Unbekannte sollten nicht in die Wohnung gelassen werden und ihnen auch kein Geld herausgegeben werden.

Foto: dpa Picture-Alliance / Bernhard Kreutzer

Gladbeck.  Erich Gaschk hat Besuch von einem vermeintlichen Betrüger bekommen. Der Gladbecker fiel auf die Masche nicht herein. Nun möchte er andere warnen.

Vor einem Trickbetrüger will Erich Gaschk andere Senioren warnen. Montagmittag schellte es an der Wohnungstür des 90-Jährigen. „Es stand ein Mann vor der Tür, der sich als Doktor vorstellte.“ Gaschk ließ den Unbekannten herein.

„Er sagte, dass ich von der Pflegeversicherung Geld wiederbekomme und legte mir einen Umschlag hin.“ Darin sollten sich nach Gaschks Schilderung 500 Euro befinden. Der Unbekannte forderte den 90-Jährigen auf, das Geld zu wechseln, 250 Euro herauszugeben. Schließlich bekomme er nur 250 Euro von der Versicherung wieder. Doch der Gladbecker wurde aufmerksam. „Falls überhaupt Geld in dem Umschlag war, war es sicher ein gefälschter Schein.“

Gladbecker gibt kein Wechselgeld heraus

Er habe kein Geld daheim, entgegnete der Senior daher auf die Forderung. „Daraufhin packte der Mann schnell seine Sachen zusammen.“ Wer er überhaupt sei, wollte Gaschk noch von ihm wissen. Im Briefkasten liege ein Brief, da stehe alles drin, so der Unbekannte. Schließlich habe er einige Zeit vor der Tür warten müssen, bevor Gaschk geöffnet habe. „Ich bin dann auch gleich runter, natürlich aber lag kein Schreiben in meinem Briefkasten“, erzählt der 90-Jährige.

Die Polizei rät, keine Fremden in die Wohnung zu lassen

Die Polizei warnt davor, überhaupt Fremde in die Wohnung zu lassen. „Versicherungsberater kündigen sich in aller Regel an und können sich auch ausweisen“, sagt Michael Franz von der Pressestelle der Polizei. Die beschriebene Masche sei eine von vielen, um an Geld zu kommen, so Franz weiter. Besonders Senioren sollten vorsichtig sein. Der Vorfall bei Erich Gaschk werde kein Einzelfall sein. „Der Unbekannte wird auch andere aufsuchen.“ Auf jeden Fall sollten Betroffene eine Anzeige erstatten. „Auch ein versuchter Betrug ist strafbar.“

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