Einsätze

Wochenende der Aggressionen gegen Gelsenkirchener Polizisten

Themenbilder Polizei-Einsatz / Polizei-Arbeit am 14.08.18 in Gelsenkirchen: Blaulicht auf einem Polizeiwagen Foto: Olaf Ziegler / FUNKE Foto Services GmbH

Themenbilder Polizei-Einsatz / Polizei-Arbeit am 14.08.18 in Gelsenkirchen: Blaulicht auf einem Polizeiwagen Foto: Olaf Ziegler / FUNKE Foto Services GmbH

Foto: Olaf Ziegler / Funke Foto Services GmbH

Gelsenkirchen.  Bei mehrere Einsätzen wurden Beamte der Polizei Gelsenkirchen am Wochenende beleidigt, bespuckt und attackiert. Vier Fälle wurden dokumentiert.

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In Gelsenkirchen kam es am Wochenende zu mehreren Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte.

Fall 1: Ruhestörung in Ückendorf

In der Nacht von Freitag auf Samstag gegen 2 Uhr wurde die Polizei zu einer Ruhestörung auf der Günnigfelder Straße in Ückendorf gerufen. Hier trafen die Beamten auf eine Gelsenkirchenerin (27), die augenscheinlich unter Alkohol- und Drogeneinfluss stand. Sie verhielt sich laut Polizei äußerst aggressiv und uneinsichtig. Bei der Klärung des Sachverhalts beleidigte sie die Polizisten und griff sie anschließend tätlich an, wobei eine Beamtin leicht verletzt wurde. Sie musste im Anschluss an den Einsatz im Krankenhaus ambulant behandelt werden.

Die Aggressorin konnte letztendlich nach Einsatz von Pfefferspray überwältigt und mit Handfesseln am Boden fixiert werden – wobei sie auch hier noch versuchte, die Beamten zu treten. Anschließend wurde sie ins Polizeigewahrsam eingeliefert, wo ihr Blutproben entnommen wurden. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

Fall 2: Verkehrskontrolle in Erle

Im weiteren Verlauf der Nacht kam es gegen 4 Uhr in Erle auf der Cranger Straße (Höhe Friedenstraße) zu einem ähnlich aggressiven Vorfall – diesmal ausgelöst durch eine Verkehrskontrolle. Bei einem Autofahrer (24) stellten Polizeibeamte Alkoholkonsum fest. Zudem konnte er keinen gültigen Führerschein vorweisen. Als er daraufhin zur Polizeiwache nach Buer gebracht werden sollte, bedrohte der Fahrer die Beamten. Außerdem versuchte er, einen der Polizisten zu schlagen.

Auch die beiden Fahrzeuginsassen (21 und 24), mischten sich ein und wollten den Transport zur Polizeiwache verhindern, indem sie mit erhobenen Fäusten auf die Beamten losgingen. Letztendlich konnten aber alle mit Hilfe weiterer Einsatzkräfte überwältigt, fixiert und ins Polizeigewahrsam gebracht werden. Allen Beteiligten wurden Blutproben entnommen, Strafverfahren eingeleitet.

Fall 3: Aggressiver Herner in Bulmke-Hüllen

Auf der Wildenbruchstraße in Bulmke-Hüllen wurde am Samstag gegen 19 Uhr ein Autofahrer (27) überprüft, der unter der Einwirkung von Betäubungsmitteln stand. Da auch bei seinem Beifahrer (19) Betäubungsmittel gefunden wurden, sollten beide mit zur nahe gelegenen Polizeiwache kommen.

Der 19-jährige Herner wurde jedoch zunehmend aggressiver, beleidigte die Beamten und leistete Widerstand, indem er sich sperrte. Als er in den Streifenwagen gesetzt werden sollte, trat er nach einem Beamten und traf ihn im Bauchbereich. Letztendlich konnte er jedoch in den Streifenwagen gedrückt und fixiert werden. Auch er kam es ins Polizeigewahrsam. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

Fall 4: Einbruch in Supermarkt in Scholven

In der Nacht von Samstag auf Sonntag brach ein Gelsenkirchener (32) gegen 2.30 Uhr in einen Supermarkt auf dem Scheideweg in Scholven ein. Dabei verletzte er sich an den Händen. Nach einer Fahndung konnte er in Tatortnähe angetroffen werden. Aufgrund seiner Handverletzungen wurde er mit einem Krankenwagen zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Gegen 4.30 Uhr fiel er dann erneut auf, als er eine Haltestelle auf der Dorstener Straße beschädigte. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte versuchte er zu flüchten, konnte aber später gestellt werden. Bei seiner Festnahme versuchte er, die Beamten zu treten, konnte aber fixiert werden. Anschließend wurde er ins Polizeigewahrsam eingeliefert, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde. Auf der Fahrt dorthin beleidigte und bedrohte er die Einsatzkräfte. Außerdem versuchte er, sie anzuspucken und zu beißen, was aber, so steht es im Polizeibericht, „durch einen gezielten Faustschlag unterbunden wurde“. Wegen beider Delikte wurden Strafverfahren eingeleitet.

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