Weiterführende Schulen

Wie es in Gelsenkirchen mit der Betreuung weitergeht

Das Grillo-Gymnasium ist eines von nur zwei Ganztags-Gymnasien in Gelsenkirchen. Die andere vier bieten Übermittagsbetreuung für die ersten Klassen an.

Das Grillo-Gymnasium ist eines von nur zwei Ganztags-Gymnasien in Gelsenkirchen. Die andere vier bieten Übermittagsbetreuung für die ersten Klassen an.

Foto: Olaf Ziegler

Gelsenkirchen.   Alle weiterführenden Schulen in Gelsenkirchen bieten Übermittag-Betreuung für Jüngsten. Aber nicht überall reichen die Plätze.

Das Schuljahr ist gerade mal zwei Monate alt, da gilt es für Viertklässler und deren Eltern schon, sich Gedanken über die geeignete weiterführende Schule für ihr Kind in Gelsenkirchen zu machen. Dabei geht es plötzlich nicht mehr allein – aber sicher auch – um die räumliche Nähe zum Zuhause, sondern auch um Neigungen, Fähigkeiten – und nicht selten auch darum, ob und in welchem Rahmen eine verlässliche Betreuung über Mittag angeboten wird.

In weniger als zwei Wochen öffnen die ersten weiterführenden Schulen in der Stadt ihre Türen für Viertklässler und deren Eltern. Vier Hauptschulen, vier Realschulen (bei der auslaufenden Gerhart-Hauptmann-Realschule ist keine Anmeldung mehr möglich), sieben Gymnasien, eine Sekundarschule, sechs Gesamtschulen und sechs städtische Förderschulen stehen stadtweit zur Auswahl, mit allen möglichen Schulabschlüssen und unterschiedlichsten Schwerpunkten. Alle diese Schulen bieten zumindest für Fünft- und Sechstklässler eine verlässliche Übermittagbetreuung an, 18 von ihnen sogar eine Ganztagsbetreuung bzw. gebundenen Ganztag.

In der Regel bis 16 Uhr an drei bis vier Tagen

Die Einrichtung von Ganztagsschulen ist laut Landeserlass Gegenstand der Schulentwicklungsplanung und liegt damit in der Entscheidung des Schulträgers, also der Stadt. Gelsenkirchen hat bei der Einführung des gebundenen Ganztags allen Anträgen von Schulen auf Ganztagsbetrieb, die per Schulkonferenz beschlossen wurden, zugestimmt. Und stünde nach eigenen Angaben neuen Anträgen sicher auch weiterhin positiv gegenüber. Ganztagsbetrieb bedeutet in der Regel an drei bis vier Tagen je Woche bis 16 Uhr Betreuung mit Arbeitsgemeinschaften, Mittagessen und Förderangeboten, freitags ist meist eher Schluss.

Finanziert über „Geld statt Stellen“

Gesamtschulen sind als Ganztagsschulen konzipiert, auch die Sekundarschule mit ihrem ebenfalls integrierten Konzept arbeitet so, um umfassende individuelle Förderung anbieten zu können.

An 22 weiterführenden Schulen wird die Betreuung über die Kapitalisierung von Lehrerstellen mit Unterstützung acht verschiedener externer Träger realisiert, zum Teil mit, zum Teil ohne Lehrerunterstützung. An allen Schulen wird ein Mittagessen für die Schüler in der Betreuung angeboten. An einigen Standorten gibt es Wartelisten für die Übermittagbetreuung. Ab Klasse sieben sinkt das Interesse daran spürbar. 1520 Schülerinnen und Schüler nutzen nach Angaben der Stadt im laufenden Schuljahr das Angebot der „verlässlichen Schule“.

>>>Mehr Bedarf in Offenen Ganztags-Grundschulen

In vielen offenen Ganztags-Grundschulen (OGS) fehlen Plätze. Von 10.089 Grundschulkindern besuchen 3121 die OGS. Berufstätige und Alleinerziehende haben Vorrang.

Für Grundschul-OGS gelten strikte Ausstattungsvorschriften, weshalb die Platzaufstockung oft schwierig ist.

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