Reiten

Wenn Pferde Rudolf und Detlef heißen

Drei Tage volles Haus beim großen Turnier des Reitvereins Gelsenkirchen: Die Zuschauer hatten offensichtlich Spaß.

Drei Tage volles Haus beim großen Turnier des Reitvereins Gelsenkirchen: Die Zuschauer hatten offensichtlich Spaß.

Foto: FUNKE FotoServices

Gelsenkirchen.   Beim großen Turnier des Reitvereins Gelsenkirchen funkt zwar ein Gewitter dazwischen, aber nach einer kurzen Unterbrechung lief alles glatt. Drei Tage war volles Haus an der Willy-Brandt-Allee.

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Ein Blick zum Himmel ließ nichts Gutes erahnen. Dunkle Wolken kündigten eine kräftige Dusche und Gewitter an. Doch der Reiterverein Gelsenkirchen blieb am letzten Tag seines großen Dressur- und Springturniers von längerem Regen verschont. Und nach einer kurzen Pause ging es auf den Plätzen auch weiter.

„Regen darf dem Pferd und dem Menschen nichts anhaben“, sagte auch Michele Di Cosola vom Reiterverein Gelsenkirchen. Während des Gewitters mussten die Reiterinnen und Reiter mit ihren Pferden mal kurz in die Reithalle. „Letztes Jahr sind wir fast untergegangen und standen kurz vor der Absage. Aber nun wurde der Platz mit dem Traktor abgezogen und war in kürzester Zeit abgetrocknet“, sagte Di Cosola. Es lag wohl auch daran, dass der Verein vor dem Turnier noch drei Lkw-Ladungen Sand auf Dressur- und Springplatz verteilt hatte.

Gute Kritiken in den sozialen Medien

Doch nicht nur Regen kann zum Ärgernis der Verantwortlichen des Reitervereins Gelsenkirchen werden. „An den ersten beiden Tagen war der Boden sehr staubig. Da mussten wir mit Hilfe der Feuerwehr mit Wasser sprengen“, sagte Di Cosola. Problem: Durch eine Baustelle auf der Daimlerstraße war der Hydrant gesperrt. Also musste man sich Wasser von einem anderen Hydranten an der Willy-Brandt-Allee holen.

Doch trotz kleinerer Probleme war das Turnier ein Zuschauermagnet. Auch das schlechte Wetter am letzten Tag hielt kaum Teilnehmer von einem Start ab. Michele Di Cosola freut es, dass auch in den sozialen Medien das Turnier gut weggekommen ist. „Es war besser organisiert als im vergangenen Jahr, war zu lesen“, sagt er.

Es lag wohl auch daran, dass der Verein weniger Prüfungen ausgeschrieben hatte. Und doch ist die Zahl von über 600 Pferden gleich geblieben. Und auch die Schulpferde waren dabei. Rudolf oder Detlef teilt sich der Reiternachwuchs, während andere Starter gleich mehrere Pferde nennen. Der Nachwuchs gehört aber ebenso zum Turnier des Reitervereins Gelsenkirchen dazu, wie auch die etablierten Reiterinnen und Reiter, die in den hoch dotierten Dressurprüfungen der Klasse S* an den Start gehen. Für diese Wettbewerbe der höchsten Kategorie in der Dressur ist der Klub bekannt und zieht die Teilnehmer an.

Eine Besonderheit bei einem Turnier dieser Größe ist aber auch, dass an der Willy-Brandt-Allee „alles aus eigener Hand ist“, wie Di Cosola sagt. Mitglieder, Freunde, Gönner helfen von morgens bis abends in der Gastronomie, bei Schreibtätigkeiten oder beim Parcoursdienst. Über 50 Helfer sind an drei Tagen im Einsatz. Di Cosola: „Dafür gibt es zwei Wochen später eine große Helferparty als Ausgleich für die Hilfe.“ Schließlich sollen sie auch für das Turnier im kommenden Jahr motiviert werden, wenn der älteste Reiterverein aus Gelsenkirchen wieder zu seinem großen Turnier aufruft.

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