Feuer im Altbau

Wehr rettet 13 Menschen in Gelsenkirchen vor den Flammen

Am Montagmorgen, gegen 4.30 Uhr, alarmierten Anwohner die Feuerwehr.

Am Montagmorgen, gegen 4.30 Uhr, alarmierten Anwohner die Feuerwehr.

Foto: Nikos Kimerlis

Gelsenkirchen-Resse.   Altbau an der Ewaldstraße brennt Montagmorgen lichterloh. Gebäude muss möglicherweise abgerissen werden. Großfamilie findet Bleibe in Schalke.

Erst der Dauereinsatz wegen Sturmtief Eberhard am Sonntag, dann die dramatische Rettungsaktion der Feuerwehr beim Brand eines Mehrfamilienhauses am Montag gegen halb fünf an der Ewaldstraße 42 in Resse: Mit zwei Drehleitern retteten die Feuer-Profis sechs Menschen, zwei hatten sich auf das Dach des Nebengebäudes gerettet, vier weitere riefen noch an den Fenstern um Hilfe. Insgesamt 13 Personen waren betroffen, einige hatten sich schon selbstständig in Sicherheit gebracht. Sechs Verletzte wurde in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Großes Lob zollten die Eigentümer des Nachbargebäudes Polizei, Feuerwehr und der Bogestra. Die Besitzer, die namentlich unerwähnt bleiben wollten, sagten: „Das schnelle Eingreifen hat Schlimmeres verhindert. Polizei und Feuerwehr haben Alle ruckzuck in Sicherheit gebracht. Die Flammen nebenan waren riesig, auch unser Haus hätte in Brand geraten können. Und es war sehr kalt draußen, zum Glück konnten sich die An- und Bewohner in einem Bus der Linie 381 nach dem Schock aufwärmen.“

Das Haus muss eventuell abgerissen werden

Das Haus ist unbewohnbar. Möglicherweise muss es abgerissen werden. Am Montag hielten viele Passanten, die in den umliegenden Geschäften einkaufen waren an und schauten sich die von den Flammen arg zerstörten oberen Etagen von der gegenüberliegenden Straßenseite an, oft wurden Fotos gemacht.

Nach Angaben von Stadtsprecher Martin Schulmann hat die Stadt eine siebenköpfige Familie vorerst in einer städtischen Wohnung in Schalke untergebracht. Die anderen Bewohner hätten offenbar selbst eine andere Bleibe gefunden.

Fahrschule weicht in andere Filialen aus

Zur möglichen Brandursache sagte die Polizei noch nichts, die Untersuchungen laufen noch. Bis auf Weiteres bleiben auch die drei Geschäfte im Haus geschlossen: der E-Zigarettenladen „eRaucher No1“, die Fahrschule Oster sowie die Fleischerei Löken, heute geführt von Christian Mehle. Nicht nur die Statik der oberen Etagen (Holzeinschubdecken) hat gelitten, der massive Wassereinsatz hat auch die Läden unten stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Fleischerei ist beispielsweise auf Strom für die Kühlung der Lebensmittel angewiesen.

Fahrschul-Chef Gregor Fuchs: „Das Geschäft bleibt mindestens eine Woche geschlossen. Unser Schulbetrieb wird daher über die Filialen in Hassel und Erle fortgesetzt. Am Dienstag will ein Sachverständiger einen Blick auf Haus und Geschäft werfen, dann wissen wir vielleicht etwa mehr.“

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