Gesundheit

Von wegen Muckibude

Foto: WAZ FotoPool

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Gelsenkirchen. Es ist ein riesiger Fitness-Raum, der das Sportlerherz im Sportzentrum Schürenkamp in Schalke neuerdings höher schlagen lässt. Drei Millionen Euro wurden bisher in die Sanierung des Sportzentrums investiert. Nagelneue Kraftgeräte stehen da und laden zum Ausprobieren ein. Aber halt: Selber machen gibt es im neuen Provital-Studio nicht.

„Hier läuft es nicht nach dem Motto: ‘Ich gehe mal in die Mucki-Bude“, sagt Gelsensport-Geschäftsführer Günter Pruin. Das Konzept des Provital-Angebots ist nicht auf Leistung, sondern auf Gesundheit ausgerichtet. ‘Schade’, mag der Sportler denken, dem sich nun die Türen zu dem neuen Studio schließen. ‘Super Idee’, denken sich jedoch die Gelsensportler. „Wir sehen es als Qualitätsmerkmal, dass es bei uns kein freies Training, sondern nur permanente Anleitung gibt“, sagt Pruin.

Schnuppermonat für ganze 19,50 Euro

Der erfahrene Trainer Norbert Traeder sowie zusätzliche Übungsleiter sollen an den Geräten und in einzelnen Gymnastik-, Yoga- oder Pilateskursen für „Gesundheit auf allen Ebenen“ sorgen. „Man darf nicht vergessen, dass Provital ein gemeinnütziges Projekt ist und wir daher den Weg der kleinen Schritte gehen müssen“, sagt Pruin. Man wolle aber sowohl die Zahl der Trainer, als auch die Öffnungszeiten und das Kursangebot im Laufe der Zeit ausbauen.

Bei einem Schnuppertag am vergangenen Samstag wurde Interessierten die Möglichkeit geboten sich mit dem Projekt und den jeweiligen Angeboten vertraut zu machen. „Ich habe schon verschiedene Studios ausprobiert, aber wenn man nicht ständig betreut wird, kann man ja soviel falsch und im Körper auch kaputt machen“, sagte dort Birgit Lettau (52), die nun einen Probemonat für 19,50 Euro absolviert. Wer sich für einen Vertrag entscheidet, der zahlt, unabhängig von der Laufzeit (3,6, oder 12 Monate) 29,50 Euro monatlich.

„Wir bieten hier kein Reha-, sondern ein Präventivangebot“, sagt Thomas Kinner, Zuständiger für das Projekt. Man solle von dem Training keine „dicken Arme bekommen“, sondern Schwächen herausfinden und „Disbalancen durch Training beseitigen“. Kleine Gewichte würde da oft mehr bringen als große. Auch dabei sei die individuelle Betreuung das A und O. „Nach einem Gesundheitscheck wird das Training täglich angepasst - die Tagesform ist dabei immer sehr entscheidend“, sagt Kinner. Wer also bei Provital eine Mucki-Bude zum Pumpen sucht, der ist hier definitiv falsch.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben