Festival

Street-Food-Weltreise mit Musik mitten in Gelsenkirchen

Kochbananen und Pommes aus Yams-Wurzeln: Nadiu Lawson präsentierte afrikanisches Essen beim 4. Street Food & Music Festival auf dem Heinrich-König-Platz.

Kochbananen und Pommes aus Yams-Wurzeln: Nadiu Lawson präsentierte afrikanisches Essen beim 4. Street Food & Music Festival auf dem Heinrich-König-Platz.

Foto: Olaf Ziegler

gelsenkirchen-Altstadt.   Hühnchen a la Jamaika, afrikanische Pommes, italienisches Spanferkel: Beim Street Food Festival mit Musik in Gelsenkirchen ging es ums Schlemmen.

Draußen sitzen, Live-Musik, entspannte Atmosphäre um etwas zu essen und zu trinken – eine Mischung, die auf jeden Fall zieht. Wenn dann überwiegend noch das Wetter mitspielt, ist für das Street-Food-Music-Festival in der Fußgängerzone der Erfolg sicher.

In den Imbissbuden rund um den Heinrich-König-Platz ist es am Wochenende merklich ruhiger zugegangen, denn die Passanten mit Entdeckerfreude zog es nach dem Einkaufsbummel oder auch direkt zum Event an die Food Trucks auf „einen bunten Marktplatz wundervoller Genüsse“, wie die City Initiative Gelsenkirchen zum bereits vierten Male versprach.

Spargel verliert Wettstreit mit der „Weltreise“

Auch der Verkaufsstand des Obst- und Gemüsehändlers im Schatten der Kirchen mit dem optimistischen Ruf: „Spargel, deutscher Spargel“ vermochte da so recht nicht zu locken. Und der betagte Straßenmusiker mit ebenso überschaubarem Text wie knappem Akkord-Angebot auf der Gitarre lenkte auch nicht vom Angebot auf der Bühne vor dem Halbrund der Liegestühle ab.

Die Kreationen der Kochkünstler versprachen eine Weltreise per Speisekarte zu verschiedenen „landestypischen“ Leckereien. Allerdings angesichts der ausgesuchten Zutaten oder aufwendigen Zubereitung auch mit exquisiten Preisen von sechs Euro bis heran an den runden Zehner. Dafür konnten sich die Neugierigen durch eine regelrechte Komposition der Düfte von den einzelnen mobilen Küchen hindurchschnuppern.

Spanferkel in vielen Spielarten

Das Spanferkel kam da nicht nur italienisch daher, als „Porchetta“ wurde es auch portionsweise in den Varianten „Stallone“, „John Travolta“ oder „Al Pacino“ kredenzt, natürlich „prego, Signore“.

„Gaumendisco“ verhieß der glasierte Schweinebauch an Gemüsestroh und Salz-Karamell-Sauce, handfest-rustikal gleich nebenan warteten die Reibekuchen oder Variationen vom Flammkuchen auf. Ohnehin war für den Gelsenkirchener Gaumen offenbar statt der Cocktails der Becher Bier auf der Liste weiter oben, auch wenn es aus Dänemark kam.

Wilde Kräuter, schwarze Sauce

Wer abseits der gewohnten, heimischen Küche einen Streifzug für die Geschmacksknospen antreten wollte, wurde mit afrikanischen Menüs mit Kochbananen oder Yams-Wurzeln („wie Pommes frites“) gelockt. Oder tastete sich nach Pulled-Pork-Burger in vielen Variationen gleich an die „vegane Revolution“ des Fast Food („Che Vegan“) heran und griff bei „New Age“ rein pflanzlich zu, bei „Gyros aus Sojastreifen“, oder „Handmade Patties Onkel Tom“ mit Wildkräuter-Salat und „Guinness-Biersoße“.

In zwei Wochen folgt schon „ GEspaña“

In gerade einmal zwei Wochen hat die City Initiative Gelsenkirchen den nächsten Höhepunkt auf dem Jahresprogramm.

Von Freitag bis Sonntag, 31. Mai bis 2. Juni, heißt es wieder „GEspaña“ mit kulinarischer Meile, Live-Musik, Fiesta und Weindorf in der City.

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