Trickbetrug

Polizei Gelsenkirchen: Falsche Ärzte bestehlen Senioren

Auf dem gestellten Foto steht eine Seniorin an ihrer Wohnungstür. Schmuck und ihre Geldbörse liegt auf dem Sideboard. Trickbetrüger haben es oft auf ältere, hilfsbereite Menschen abgesehen.

Auf dem gestellten Foto steht eine Seniorin an ihrer Wohnungstür. Schmuck und ihre Geldbörse liegt auf dem Sideboard. Trickbetrüger haben es oft auf ältere, hilfsbereite Menschen abgesehen.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  Die Polizei warnt aus aktuellem Anlass vor falschen Ärzten. Zwei Senioren wurden mit dieser dreisten Masche Opfer von Trickbetrügern.

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Falsche Handwerker, falsche Polizisten und nun auch falsche Ärzte: Zweimal erhielten Senioren Besuch von angeblichen Ärzten, die ihnen Bargeld, Dokumente und Schmuck entwendeten.

Oberflächliche Untersuchung wiegt Opfer in Sicherheit

Der erste Fall ereignete sich am vergangenen Mittwoch, 10. Juli, in der Gewerkenstraße, in Schalke. Ein unbekannter Mann klingelte um 16.40 Uhr an der Tür eines 83-jährigen Gelsenkircheners und gab sich Arzt aus. Der Unbekannte gab an, den 83-Jährigen untersuchen zu wollen. Dieser ließ ihn daraufhin in seine Wohnung, wo auch tatsächlich eine oberflächliche Untersuchung stattfand. Nachdem der Unbekannte die Wohnung wieder verlassen hatte, stellte der Gelsenkirchener fest, dass ihm Bargeld und Dokumente fehlten.

Als Arzt eines Pflegedienstes ausgegeben

Der Mann war ca. 1,80 Meter groß und von schlanker Statur. Er trug eine helle Weste, eine helle Jeanshose und eine dunkle Schirmmütze. Besonders auffällig war eine Plastiktüte, mit der Aufschrift „Max und Moritz“, die er bei sich trug.

Der zweite Fall ereignete sich am vergangenen Montag (15. Juli) in der Straße „Am Feldbusch“ in Bismarck. Ein Unbekannter sprach eine 87-Jährige an ihrem Wohnhaus an und gab sich als Arzt eines Pflegedienstes aus, worauf sie ihn in ihre Wohnung ließ. Bevor er die Wohnung unter dem Vorwand einen Allergietest holen zu müssen wieder verließ, entwendete er Bargeld und Schmuck.

Täterbeschreibung: ca. 1,70 bis 1,80 Meter groß, normale Statur, dunkle Haare und glatt rasiert. Er sprach akzentfrei deutsch.

Polizei warnt: Im Zweifelsfall 110 wählen

Der Appell der Polizei in solchen Fällen lautet: „Bleiben Sie vorsichtig und misstrauisch! Lassen Sie keine fremden Leute in ihre Wohnung! Kein richtiger Arzt kommt von sich aus, ohne Auftrag oder Hilfe-/Notruf an Ihre Haustür. Im Zweifelsfall rufen Sie über den Notruf 110 die Polizei!“

In beiden Fällen sucht die Polizei nach Zeugen, die Angaben zu den hier beschriebenen Tätern machen können. Hinweise bitte unter (Kriminalkommissariat 21) oder (Kriminalwache).

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