Organspende

Organspende: So haben Gelsenkirchens Abgeordnete gestimmt

Der Bundestag hat die Widerspruchslösung für Organspenden abgelehnt. Die WAZ hat nachgefragt, wie die Gelsenkirchener Bundestagsabgeordneten abgestimmt haben.

Der Bundestag hat die Widerspruchslösung für Organspenden abgelehnt. Die WAZ hat nachgefragt, wie die Gelsenkirchener Bundestagsabgeordneten abgestimmt haben.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen/Berlin.  Der Bundestag hat die Widerspruchslösung für Organspenden abgelehnt. So haben die Gelsenkirchener Abgeordneten abgestimmt.

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Der Bundestag hat die Widerspruchslösung für Organspenden am Donnerstag abgelehnt. So haben die Gelsenkirchener Abgeordneten abgestimmt.

Oliver Wittke (CDU): „Ich habe für die Widerspruchslösung gestimmt. Denn dieser Gesetzentwurf war am besten geeignet, mehr Organspenden zu ermöglichen. In der Schlussabstimmung habe ich für die erweiterte Zustimmung gestimmt. Denn auch dieses Vorhaben ist eine Verbesserung zum aktuellen Verfahren, da er das Informationsangebot deutlich erweitern und ein Onlineregister schaffen wird.“

Markus Töns (SPD): „Ich habe mich am Ende für die doppelte Widerspruchslösung entschieden, weil sie aus meiner Sicht eher sicherstellt, dass die Organspende in Deutschland zur gesellschaftlichen Normalität wird. Damit wird die bisherige Regelung zur Organspende unter anderem durch ein Online-Register erweitert. Die getroffene Regelung ist aber nur der Anfang. Wir müssen jetzt ins Gespräch kommen und jeder muss für sich zu einer Entscheidung kommen.“

Irene Mihalic (Bündnisgrüne): „Ich habe den Vorschlag von Annalena Baerbock unterstützt. Mir war eine Regelung wichtig, die berücksichtigt, dass die Würde des Menschen auch über den Tod hinaus gilt und die Frage einer Organspende stets eine freiwillige und sehr bewusste Entscheidung bleibt. Es ist richtig, die Menschen regelmäßig verpflichtend zu informieren und zu ihrer Spendebereitschaft zu befragen. Im Gegensatz dazu fände ich es falsch, wenn der Staat per Gesetz alle Menschen automatisch zu Organspendern machen würde.“

Marco Buschmann (FPD): „Wir haben die Freiheit zur Verantwortung und deswegen immer auch das Recht frei und selbst über die persönlichsten Fragen des Lebens zu entscheiden. Entscheidungszwang schafft hingegen kein Vertrauen und würde die Zahl der Organtransplantationen nicht erhöhen helfen. Deswegen habe ich mich gegen die Widerspruchslösung entschieden. Unser gemeinsames Ziel, Leben zu retten, werden wir mit der Entscheidungslösung besser erreichen.“

Ingrid Remmers (Die Linke) und Jörg Schneider (AfD) haben wegen Erkrankung beziehungsweise wegen einer ärztlichen Untersuchung an der Abstimmung nicht teilgenommen.

Wie die beschlossene Reform der Organspende aussieht, erfahren Sie hier: https://www.waz.de/politik/organspende-bundestag-beschliesst-reform-so-sieht-sie-aus-id228157155.html

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