Kunst

Neue Krippe für die Gelsenkirchener Altstadtkirche

Im Altarraum der Propsteikirche St. Augustinus ist noch viel Platz für eine schöne Krippe.

Im Altarraum der Propsteikirche St. Augustinus ist noch viel Platz für eine schöne Krippe.

Foto: Joachim Kleine-Büning / Funke Foto Services GmbH

Altstadt.  Die Propsteikirche St. Augustinus soll eine zeitgenössische Krippe bekommen. „Ars Liturgica“ hat dafür einen Künstler-Wettbewerb ausgelobt.

Maria, Josef, das Jesuskind und eine Krippe: Die Propsteikirche St. Augustinus in der Altstadt soll eine neue Weihnachtskrippe erhalten. Und zwar nicht irgendeine, sondern eine ganz moderne, zeitgenössische: Die Initiative „Ars Liturgica“ hat einen Wettbewerb ausgerufen und Künstler aus dem In- und Ausland eingeladen, ihre Ideen für die Gelsenkirchener Innenstadt-Kirche zu präsentieren. Am Donnerstag wurden interessierte Künstler mit einem Kolloquium in der Kirche informiert.

Neue Impulse für Gelsenkirchener Gotteshaus

„Wir möchten ein Zeichen setzen, dass wir hier auch in Zeiten des Sparens im Bistum Essen etwas Neues schaffen, das neue Impulse für das Gemeindeleben vor Ort setzen kann“, betonte Pater Philipp Reichling als Sprecher von „Ars Liturgica“.

Die Krippe solle als Brückenschlag zwischen zeitgenössischer Kunst und Liturgie verstanden werden, so Reichling.

Pastor Mirco Quint begrüßte das Vorhaben: „Unsere bisherige Krippe ist über 60 Jahre alt und vor allem der Stall ist in die Jahre gekommen, so dass wir ihn derzeit gar nicht aufstellen können.“ Die Gemeinde sei sehr aufgeschlossen, es gäbe auch kaum Vorgaben für die Krippe, sie dürfe nur den Gottesdienstabläufen nicht im Weg stehen. „Aber sogar eine hängende Krippe im Altarraum wäre denkbar“, so Quint. Allerdings müsse der Denkmalschutz bedacht werden.

Die Krippe als Kunstwerk

Der Bochumer Liturgiewissenschaftler Stefan Böntert verwies derweil auf die liturgische Bedeutung der Weihnachtskrippe. Der frühere Beauftragte für Kirche und Kunst im Bistum Essen, Herbert Fendrich, stellte sie in einen kunsthistorischen Zusammenhang.

Bis zum 4. September haben die Teilnehmer Zeit, Entwürfe einzureichen. „Ars Liturgica“ lobt 5000 € für den ersten Preis aus, für den zweiten 3000 € für den dritten 1000 €.

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