NRW-Talentschulen

Neue Gelsenkirchener Talentschule: Bessere Abschluss-Quoten

Das Gelsenkirchener Berufskolleg Technik und Gestaltung will die Ausstattung als künftige Talentschule vor allem nutzen, um mehr Schüler zu einem Abschluss und danach direkt in eine Ausbildung zu begleiten.

Das Gelsenkirchener Berufskolleg Technik und Gestaltung will die Ausstattung als künftige Talentschule vor allem nutzen, um mehr Schüler zu einem Abschluss und danach direkt in eine Ausbildung zu begleiten.

Foto: Michael Korte / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen-Altstadt.  Fünf von 60 NRW-Talentschulen stehen in Gelsenkirchen. Das Berufskolleg Technik will die Chance nutzen, um mehr Schüler zum Abschluss zu führen.

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Einer von drei Bewerbern aus Gelsenkirchen hat es geschafft: Das Berufskolleg Technik und Gestaltung (BTG) der Stadt hat – als zweites Berufskolleg in Gelsenkirchen und eines von NRW-weit nur 15 Talent-Berufskollegs – den Zuschlag als Talentschule ab Sommer 2020 bekommen. Leer ausgegangen sind in der zweiten Bewerbungsrunde die Sekundarschule Hassel und das Grillo-Gymnasium. Da es die zweite auch die letzte Bewerbungsrunde war, können sie an dem Modellversuch nun endgültig nicht mehr teilnehmen.

„Von der Verwaltung vorbildlich unterstützt und begleitet“

BTG-Schulleiter Uwe Krakau freut sich: „Wir sind sehr glücklich, wurden aber auch wirklich vorbildlich begleitet und unterstützt von Bildungsdezernentin Annette Berg und der Schulverwaltung bei unserer Bewerbung!“ Auch für Annette Berg stellt sich nicht die Frage, ob man froh über den Zuschlag für das BTG ist oder enttäuscht, weil in der zweiten Runde es „nur“ eine Schule geschafft hat. „Wir haben in Gelsenkirchen fünf von landesweit 60 Talentschulen. Zwei Gesamtschulen, zwei Berufskollegs und ein Gymnasium. Das ist ein großer Erfolg für Gelsenkirchen und eine große Chance“, betont sie.

„Ausbildungsvorbereitung ist pädagogisch besonders anspruchsvoll“

Schulleiter Uwe Krakau will die Zusatzausstattung seiner Schule mit vier zusätzlichen Lehrkräften plus zwei weiteren, konzeptionell zu begründenden Stellen nutzen, um vor allem die pädagogisch „hoch anspruchsvollen Bereiche der Ausbildungsvorbereitung und der Berufsfachschule“ zu stärken. Dafür soll auch der Bereich der Praktika für die Schüler weiter ausgebaut werden. „Hier sitzen Schüler, die mit Schule bisher häufig negative Erfahrungen gemacht haben. Sie zu einem Abschluss, sei es nach Klasse 9, Klasse 10 oder gar zum Realschulabschluss zu führen, ist besonders herausfordernd. Wir möchten diese Jugendlichen zu einem Abschluss führen, ihnen die Möglichkeit geben, direkt von uns in eine Ausbildung zu wechseln oder auch, je nach Talent, noch einen höheren Schulabschluss zu machen. Wir haben ja die Möglichkeit, das alles hier an unserer Schule anzubieten.“ Einen weiteren (zwei gibt es bereits) Sonderpädagogen, aber auch einen weiteren Werkstattlehrer wolle man dafür einstellen, weil die praktischen Erfahrungen besonders wichtig seien.

Auch baulich hofft Krakau, durch die Teilnahme am Modellversuch Talentschule jetzt noch ein wenig schneller zum Ziel zu kommen, vor allem bei der Gesamtdigitalisierung. In der Fachtechnik sei man bereits auf einem sehr guten Stand.

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