Betreuungsplätze

Ausbau der Kitas in Gelsenkirchen ist in vollem Gange

Die bilinguale „Preschool Sunny“ Am Schifersberg in Buer wird ab dem neuen Kindergartenjahr 2019/20 auch in den Gekita-Verbund aufgenommen. Damit erweitert sich die Zahl der Einrichtungen in Gelsenkirchen auf 123.

Die bilinguale „Preschool Sunny“ Am Schifersberg in Buer wird ab dem neuen Kindergartenjahr 2019/20 auch in den Gekita-Verbund aufgenommen. Damit erweitert sich die Zahl der Einrichtungen in Gelsenkirchen auf 123.

Foto: Michael Korte

Gelsenkirchen.  Neun Kitas in Gelsenkirchen werden neu errichtet oder erweitert. Ob jedes Kind im August den gewünschten Betreuungsplatz erhält, ist unklar.

Ob jedes Kind in Gelsenkirchen zu Beginn des neuen Kindergartenjahres 2019/20 im August einen Betreuungsplatz erhält, steht auch Ende Mai noch nicht fest. „Das Anmeldeverfahren läuft noch, es gibt bisher keine zuverlässigen Zahlen“, erklärt Stadtsprecher Oliver Schäfer auf Anfrage der Redaktion.

Sicher ist allerdings, dass die Stadt mit Hochdruck am Ausbau der Kindertagesstätten im Stadtgebiet arbeitet. Neun sind es, die entweder ein neues Gebäude erhalten oder erweitert werden. Einen Neubau bekommen die Kita Olgastraße und die Kita Freytagstraße in Bulmke-Hüllen, die temporäre Tageseinrichtung in der Blumenstraße in Horst, die Kita Kanzlerstraße in Heßler, die Kita Bochumer Straße 119 in Ückendorf und die Einrichtung am Waagehaus in Horst.

1600 Plätze fehlen zur angestrebten Betreuungsquote

Um Räumlichkeiten erweitert werden die Kita Bochumer Straße 214 in Ückendorf, die Einrichtung Hubertusstraße in Schalke und die Kita Lothringer Straße in Rotthausen. Insgesamt investiert die Stadt rund 1,6 Millionen Euro, hinzu kommen Landeszuschüsse.

Zurzeit verfügt Gelsenkirchen über 122 Kitas mit insgesamt 8 586 Plätzen. Davon sind 1833 Plätze für Unter Dreijährige, 6753 Plätze für über Dreijährige. Dennoch kann die Stadt die geforderten Betreuungsquoten bisher nicht erfüllen. Zum Stichtag 30. September 2018 lag die Versorgung bei den unter Dreijährigen bei 25 Prozent (angestrebt sind 35 Prozent), bei Kindern ab drei Jahren bei 89 Prozent. Hier waren stadtweit elf Prozent der Kinder mit gesetzlichem Anspruch ohne Kita-Platz. Um die Quoten zu erfüllen, bräuchte es 1600 zusätzliche Plätze.

Sechs halbe Stellen konnten nicht besetzt werden

Schwierig gestaltet sich auch die Suche nach qualifiziertem Personal. Im Kita-Jahr 2018/19 wurden 20 Erzieherinnen im Anerkennungsjahr eingestellt, 21 Ausbildungsplätze für Erzieherinnen zur Verfügung gestellt. 1165 pädagogische Fachkräfte und 106 hauswirtschaftliche Kräfte arbeiten insgesamt in allen Einrichtungen.

Aus Mangel an Bewerbern nicht besetzt werden konnten beispielsweise sechs halbe Fachkraftstellen für das Bundesprogramm „Sprach-Kitas. Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“, an dem sich im vergangenen Jahr 13 Kitas im Stadtgebiet beteiligt hatten.

Gelsenkirchen Spitze bei Öffnungszeiten

Beim Thema Öffnungszeiten, die 2018 noch einmal ausgebaut wurden, steht Gelsenkirchen dagegen spitze da. 19 Kitas im Stadtgebiet öffnen vor 7 Uhr, 53 Kitas ab 7 Uhr, 48 Kitas bis 17 Uhr und zehn Kitas über 17 Uhr hinaus. Für immerhin drei Einrichtungen, die bis 20 Uhr öffnen, hat das Land jetzt weitere Förderung bis 2020 bewilligt. Eine Einrichtung bietet außerdem Samstagsbetreuung an. Im Februar belegte Gelsenkirchen in einer Analyse des Familienministeriums NRW bei den Öffnungszeiten den ersten Platz.

Stolz ist die Stadt auch darauf, dass trotz massiv gestiegener Kinderzahl und den Schwierigkeiten beim Kita-Ausbau bisher keine Familie einen ihr gesetzlich zustehenden Betreuungsplatz eingeklagt hat.

>>>>Geldspritze vom Land für Kita Jahr 2020/21

  • Ab dem Kita-Jahr 2020/21 will die Landesregierung den Kita-Trägern – also auch der Stadt Gelsenkirchen – insgesamt 100 Millionen Euro jährlich zur Verfügung stellen, um die sogenannte Randzeiten-Betreuung zu verbessern.
  • Landesweit öffnen laut Studie des NRW-Familienministeriums 287 Kindertagesstätten vor 7 Uhr und 369 schließen um oder nach 17.15 Uhr.

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