Kursangebote

KEFB im Bistum Essen hat ein neues Zuhause gefunden

Fachkursleiterin Gabriele Rietmann (r.) mit weiteren Kursleitern in den neuen Räumen der katholischen Erwachsenen- und Familienbildungsstätte an der Langemarckstraße. Die Räume wurden nach dem Wegzug aus der Ahstraße neu bezogen.

Fachkursleiterin Gabriele Rietmann (r.) mit weiteren Kursleitern in den neuen Räumen der katholischen Erwachsenen- und Familienbildungsstätte an der Langemarckstraße. Die Räume wurden nach dem Wegzug aus der Ahstraße neu bezogen.

Foto: Michael Korte

Feldmark.   Die Katholische Erwachsenen- und Familienbildung bietet den Näh- und Kreativtreff seit November im neuen Domizil in der Feldmark an.

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Ballkleid oder das Kleine Schwarze selber schneidern? Wer Geschicklichkeit und Ausdauer zu seinen Tugenden zählt, der sollte einen Kurs im Näh- und Kreativtreff in der Langemarckstraße 4 buchen. Nach der Schließung der Einrichtung an der Ahstraße hat die Katholische Erwachsenen- und Familienbildung (KEFB) im Bistum Essen in der Feldmark ein neues Zuhause gefunden.

Die renovierten Räume wurden vorher von der Gemeinde Antonius genutzt. Im Kreativraum ist deutlich zu erkennen, womit sich die neuen Nutzerinnen heute beschäftigen. An jedem Tisch sind Nähmaschinen aufgestellt, das Werkzeug der Kursteilnehmerinnen. Wer unter der Anleitung kompetenter Kursleiter schneidert, näht und kreative Muster erstellt, entwickelt sich schnell zum eigenen Designer. Fachbereichsleiterin Gabriele Rietmann ist nicht nur mit dem neuen Domizil zufrieden, sondern auch mit dem ungebrochenen Interesse der Teilnehmerinnen. „Fast alle, die in der Ahstraße unsere Angebote nutzten, kommen heute auch in die Feldmark.“

Schöpferische Leistung hebt das Selbstwertgefühl

Auch wenn jetzt erst offiziell Einweihung gefeiert wurde, laufen die Kurse bereits seit November. „Viele Frauen“, sagt die 61-Jährige, „fühlen ihr Selbstbewusstsein durch die Gestaltung eines einzigartigen Kleidungsstücks gestärkt. Die schöpferische Leistung hebt ihr Selbstwertgefühl.“ Die Vermittlung von Techniken, die Kursleiter anbieten, beschränken sich nicht aufs Nähen. Das modische Repertoire neuer Kreationen kann vom Utensilium über Kosmetiktaschen, Kostümmäntel bis zu Brautkleidern reichen. Was in der Metallbranche recycelt wird, ist in der Modebranche durch stoffliche Änderungen für ein Upcycling geeignet. So könnte der alte Pulli seine Dienste auch als Kissen leisten.

Zusammenhalt unter den Kursteilnehmern

Doch nicht nur handwerkliches Geschick vermitteln die Kurse, hat Gabriele Rietmann festgestellt. Der Zusammenhalt unter den Kursteilnehmern, ihre gegenseitige Hilfe habe die Gruppen als soziale Gemeinschaft gestärkt. Bei interkulturellen Kursen ist das Erlernen der unterschiedlichen Techniken oft auch mit einer Einführung in die deutsche Sprache verbunden.

Die 61-Jährige weiß, dass der Erfolg im Wesentlichen auf die fachliche Eignung der zehn Kursleiterinnen und des einzigen Kursleiters beruht. Viele haben ihren Meister in der Tasche, studiert oder Fachschulen für Modedesign besucht. Rietmann denkt bereits einen Schritt weiter: „Wir wollen den Kreativtreff um Angebote erweitern und samstags, vielleicht auch sonntags, Workshops anbieten.“

>> Kontakt und Informationen

Die Kurse finden montags bis freitags von 9-12, 15-18 oder 19-22 Uhr statt. Pro Unterrichtsstunde (45 Minuten) zahlen Kursteilnehmer 1,50 Euro. Kurse finden auch im Helene-Weber-Haus, Westerholter Straße 10, in Buer statt.

Informationen: 0209/933 1170. E-Mail an gabriele.rietmann@bistum-essen.de

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