Neue Programm-Reihe

Im Consol Theater trifft Literatur „ConGenial“ auf Musik

Das Xenon Quartett tritt beim „ConGenial“-Auftakt in der Consol-Kellerbar in Gelsenkirchen auf.

Das Xenon Quartett tritt beim „ConGenial“-Auftakt in der Consol-Kellerbar in Gelsenkirchen auf.

Foto: Veranstalter

Gelsenkirchen-Bismarck.  Autoren und Musiker vereint die Reihe „ConGenial“ in der Consol-Kellerbar in Gelsenkirchen. Los geht’s mit Jutta Richter und dem Xenon Quartett.

Die GWK, die Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit, und das Consol Theater haben programmatisch zusammengefunden. Hier der von namhaften Stiftungen und gut 450 Privatpersonen getragene Verein, der seit rund 25 Jahren (mehr oder weniger) junge Kreative aus den Bereichen Bildende Kunst, Musik und Literatur mit Förderpreisen und Bühnenpräsenz unterstützt. Dort die etablierte (Volx)-Bühne, die von der Kellerbar bis zu den Stage-Projekten im breiten Spektrum von Kindertheater bis Improshow reüssiert. Die neuen Partner haben nun vereint eine neue, dreiteilige Reihe angeschoben – und nennen sie „ConGenial“.

Consol steckt da natürlich drin, aber eben auch, was sich die Akteure von einem genialen Wechselspiel von Lesungen und Konzerten versprechen. Los geht es am 29. Oktober. Der Titel passt: „Der Anfang von Allem“ steht über dem Abend, den die Autorin Jutta Richter und das Xenon Quartett bestreiten.

ConGenial beginnt mit Lesung von Jutta Richter

Für beide Seiten ist „ConGenial“ „ein bisschen ein Auftakt zu neuen Ufern. Das kann für unser Haus zu einer großen Bereicherung werden“, ist Georg Kentrup vom Consol-Theater überzeugt. Mit Susanne Schulte (GWK) stellte er die Idee und das Programm vor, das Künstler zusammenbringen, aber auch im Wechselspiel mit dem Publikum einen besonderen Zugang bieten soll – durch Gesprächsrunden und Diskussionen nach den Lesungen.

Die Kellerbar, ist Kentrup nach einschlägigen Programmerfahrungen sicher, „ist ein gemeinschaftsstiftender Raum“, der besonderer Begegnungen ermögliche. Für die GWK (Schulte: „Im Prinzip ist ganz Westfalen unser Geschäftsgebiet, in Gelsenkirchen waren wir aber noch nicht“) ist das Haus in Bismarck der perfekte Ort für die geplant dreiteilige Reihe: „Ich finde toll, dass wir hier so eine gute Infrastruktur haben. Wir müssen eigentlich nichts machen. Nur kommen und spielen.“ Und auswählen. Qualität war natürlich ein Kriterium. Aber auch, dass die Akteure „kommunikativ“ sein können, sich auf einen Dialog mit den Zuhörern einlassen mögen.

Seit 25 Jahren Förderpreise in der Sparte Musik

Literaturpreise vergibt die GWK seit 22 Jahren, Förderpreise in der Sparte Musik seit 25 Jahren. Die Preisträgerzahl ist entsprechend groß, die Auswahl auch. Für den Aufschlag der Reihe fiel die Wahl auf Jutta Richter.

Die Autorin, Jahrgang 1955, schreibt Erzählungen für Kinder und Erwachsene, auch Hörspiele und Theaterstücke. Im Hanser-Verlag ist „Der Anfang von allem“ erschienen. Richter erzählt hier eine ganz eigene erste Liebesgeschichte aus dem Paradiesgarten. Musikalisch setzt das international preisgekrönte Xenon Saxophonquartett (Schulte: „Das sind coole Jungs“) das Drama um die ersten Menschen in Szene.

Erst im Februar 2020 wird die Reihe fortgesetzt. „Die Termine“, so die Macher, lägen weit auseinander, das sei allerdings auch der Abstimmung mit dem Theaterspielplan geschuldet.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben