Ehrenamt

Große Kulisse für Pfadfinder bei CDU-Bürgerpreis-Verleihung

Zum 28. Male verlieh die CDU Gelsenkirchen ihren Bürgerpreis. Auf Hof Holz freuen sich (v.l.) Ratsfraktionsvorsitzender Wolfgang Heinberg, die Pfadfinder Tobias Hauswurz und Bezirkskuratorin Gabriela Merten, Ministerin Ina Scharrenbach und Sascha Kurth, CDU-Kreisvorsitzender.

Zum 28. Male verlieh die CDU Gelsenkirchen ihren Bürgerpreis. Auf Hof Holz freuen sich (v.l.) Ratsfraktionsvorsitzender Wolfgang Heinberg, die Pfadfinder Tobias Hauswurz und Bezirkskuratorin Gabriela Merten, Ministerin Ina Scharrenbach und Sascha Kurth, CDU-Kreisvorsitzender.

Foto: Heinrich Jung / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen-Beckhausen.  Die CDU Gelsenkirchen ehrt die St. Georgs-Pfadfinder mit dem Bürgerpreis. Mit einer Baum-Pflanzung auf Hof Holz half man zudem beim Aufforsten.

Mehr Raum für Gespräche und gutes Wetter sind Gründe genug für den CDU-Kreisverband, die Verleihung des Bürgerpreises seit einigen Jahren aus dem Neujahrs- und in den Sommerempfang zu verlegen. In die ländliche Atmosphäre des Hofes Holz an der Braukämperstraße passten denn auch die zahlreichen erdfarbenen Hemden der Pfadfinder ausgezeichnet. Und eben das wurden sie an diesem Abend für ihr ehrenamtliches Engagement, die Laudatio hielt NRW-Ministerin Ina Scharrenbach.

Allein die Begrüßung der Ehrengäste kostete den örtlichen Kreisvorsitzenden Sascha Kurth schon eine Viertelstunde, hat es doch Tradition, die bisherigen Bürgerpreisträger einzuladen, und die Liste war beim inzwischen 28. Male entsprechend lang. Es waren unter anderem Christian Deinert und Johannes Heinrich, die mit dem DRK gerade das 125. Jubiläum begehen konnten, Propst Markus Pottbäcker, Peter Helwig für die Vinzenzkonferenz, „Jazz-Papst“ Rolf Wagemann, Gerd Schwenzfeier für das Präsidium des Festkomitees Gelsenkirchener Karneval, und Judith Neuwald-Tasbach, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde.

Elf Stämme mit 800 Mitglieder in GE

Kurth hatte eingeleitet, das ehrenamtliche Engagement sei ein Haltepunkt in der und für die Stadtgesellschaft, „es macht unsere Stadt aus, bedeutet gleichzeitig Verzicht und Schaffen für andere.“ Von den Pfadfindern, die in diesem Jahr 60 Jahre bestehen und in elf Stämmen stadtweit gut 800 Mitglieder zählen, habe man sicher häufig zunächst ein idealisiertes Bild. Längst aber passten sie ihre Arbeit in den Gemeinden dem Wandel in der Gesellschaft an, etwa bei der Weitergabe des Friedenslichtes aus Bethlehem für die Gesamtstadt.

Mit der Baumpflanzung auf Hof Holz und der Beteiligung an der Aufforstungsaktion werde an diesem Tag des weltweiten Klima-Engagements außerdem ein nachhaltiges, gemeinsames Zeichen gesetzt.

Respekt und Achtung im Umgang

Die Ministerin begann ihre Rede mit einem Zitat von Annelie Hensel, der Kreisvorsitzenden der Frauenunion, Schlechtes nicht schön zu reden, aber Schönes auch nicht schlecht zu reden. „Das Ehrenamt ist so etwas Schönes,“ unterstrich sie, „es fragt nicht nach dem Aufwand, der Zeit, den Kosten, sondern hilft einfach.“ In den Gruppenstunden, den Aktionen und den großen Lagertreffen zeigten sich die verbindenden Werte der jungen Menschen. „Sie lernen den Umgang miteinander, Respekt und Achtung“, erläuterte Scharrenbach.

Und sie griff unter Applaus auch zu dem bekannten Satz, ohne das Ehrenamt sei kein Staat zu machen,

„und auch keine Stadt Gelsenkirchen.“ Jeder definiere den Begriff „Heimat“ für sich, aber die Arbeit der Pfadfinder mache gerade auch die Heimat in NRW aus. „Es sind die unsichtbaren Wurzeln, das, was Menschen verbindet. Diese Verbindungen halten ein Leben lang.“

Wolfgang Heinberg, CDU-Ratsfraktionsvorsitzender, verlas abschließend aus der Urkunde das Leitwort von Robert Baden-Powell, Gründer der Pfadfinderbewegung: „Versucht, die Welt ein bisschen besser zu verlassen als ihr sie vorgefunden habt.“

Appell an die Entscheider

Tobias Hauswurz, der den Preis für die DPSG dankend entgegennahm, schilderte, bei den Pfadfindern sei entscheidend, im Team zu spielen, ohne sich zu verbiegen, sich und seine Grenzen auszuprobieren. Das zeige sich nicht nur in Worten, sondern auch in Taten. Den Entscheidern in der Politik gab er kurz und unter Applaus mit: „Einfach zuhören!“

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