Kinderpornografie

Gelsenkirchener Vater macht Kinderpornos: Sieben Jahre Haft

Ein Mann aus Gelsenkirchen macht kinderpornografische Aufnahmen. Die Opfer kommen aus seiner eigenen Familie. Jetzt ist der Vater zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden.

Ein Mann aus Gelsenkirchen macht kinderpornografische Aufnahmen. Die Opfer kommen aus seiner eigenen Familie. Jetzt ist der Vater zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden.

Foto: Patrick Pleul / dpa

Essen/Gelsenkirchen.  Ein Mann aus Gelsenkirchen macht kinderpornografische Aufnahmen. Die Opfer kommen aus seiner eigenen Familie. Jetzt ist er verurteilt worden.

Dieser Fall ist schockierend: Ein Vater aus Gelsenkirchen hat gestanden, Kinder aus seiner eigenen Familie für kinderpornografische Aufnahmen benutzt zu haben. Auch von schwerem Kindesmissbrauch war im Prozess am Essener Landgericht die Rede. Am Donnerstag ist der 46-Jährige verurteilt worden.

Die Richter haben sieben Jahre Haft verhängt. Der Angeklagte war den Tränen nahe. Er hatte die Taten im Prozess zugegeben. Die Opfer waren sieben und knapp zwei Jahre alt. Eines der Mädchen war seine eigene Tochter, die ältere seine Stieftochter. Beide haben den Angeklagten „Papa“ genannt, hatten volles Vertrauen zu ihm. Genau wie die Mutter und der Freundeskreis – darunter auch sein bester Kumpel.

Angeklagter versprühte Hass gegen Kinderschänder

Kindesmissbrauch? Das hatte gerade ihm wohl niemand zugetraut. Weil er sich in der Vergangenheit immer wie er damit hervorgetan hat, Kinderschänder zu verurteilen und regelrecht Hass versprüht hat. Im Gespräch und auch über Facebook.

Die Bilder hatte er auf einer Tauschbörse im Internet hochgeladen. So waren die Ermittler dem 46-Jährigen schließlich auf die Spur gekommen. „Ich wollte auch Fotos haben, das ich tauschen kann“, hatte er im Prozess erklärt. Deshalb habe er sich an den Kindern vergangen.

Traurig: Selbst aussagen konnten die Opfer im Prozess nicht. Entwicklungsverzögert, hieß es dazu vor Gericht. „Der Angeklagte hat sich die schwächsten Opfer ausgesucht, die unsere Gesellschaft zu bieten hat“, hatte die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer gesagt. „Sie hatten keine Chance, sich zu wehren. Sie konnten nicht entkommen.“

Tausende von Bildern gespeichert

Die vom Gericht beauftragte Psychiaterin hatte später von drei großen „Baustellen“ in der Persönlichkeit des 46-Jährigen gesprochen: Pädophilie, Gewaltfantasien und Fetischismus.

Mehrere tausend kinderpornografische Bilder sollen beim Angeklagten gefunden worden sein. „Damit sind sie auf den ersten Rängen“, so die Richterin.

Dem Angeklagten war außerdem noch vorgeworfen worden, seine Stieftochter beim Baden sexuell missbraucht zu haben. In diesem einen Fall ist der 46-Jährige jedoch freigesprochen worden. Obwohl die Richter schon glauben, dass tatsächlich etwas passiert ist. Doch für eine Verurteilung hätte genau festgestellt werden müssen, was passiert ist. Genau das war jedoch nicht möglich.

Der Angeklagte hat das Urteil bereits akzeptiert.

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