Doppel-Ausstellung

Gelsenkirchen und Herne zeigen Werke von Enrique Asensi

In den Werken des spanischen Bildhauers Enrique Asensi treffen unterschiedliche Materialien aufeinander und bilden dadurch ein ungewöhnliches „Duo“. Eine Auswahl ist jetzt in Gelsenkirchen und Herne zu sehen.

In den Werken des spanischen Bildhauers Enrique Asensi treffen unterschiedliche Materialien aufeinander und bilden dadurch ein ungewöhnliches „Duo“. Eine Auswahl ist jetzt in Gelsenkirchen und Herne zu sehen.

Foto: Olaf Ziegler

Gelsenkirchen.   Das Kunstmuseum Gelsenkirchen und die Herner Flottmann-Hallen widmen dem Bildhauer Enrique Asensi eine Doppelschau. „Duo“ setzt auf Materialmix.

Stahl trifft auf Stein, Wachs trifft auf Papier: Der spanische Künstler Enrique Asensi hat ein Faible für gegensätzliche Materialien, die

sich in seinen Werken anziehen und zum ungewöhnlichen Duo werden. „Duo“ heißt daher – passender Weise – auch seine erste Museumsausstellung in Deutschland, die ab Sonntag in der Alten Villa des Kunstmuseums Gelsenkirchen zu sehen sein wird.

Gemeinsam mit den Herner Flottmannhallen entsteht dabei noch ein weiteres Duo: Denn hier sind zeitgleich bis zum 7. Juni weitere Werke des Bildhauers zu sehen: 51 Skulpturen und Objekte sind in Gelsenkirchen auf zwei Ausstellungsebenen verteilt, Herne zeigt 17 zumeist großformatige „Duo“-Skulpturen. „Wir lösen mit dieser Doppelausstellung unser Versprechen ein, unseren Besuchern im Rahmen

der RuhrKunstMuseen-Kooperation die Arbeiten zeitgenössischer europäischer Künstler näher zu bringen“, betont Leane Schäfer, die Direktorin des Gelsenkirchener Kunstmuseums.

„Besucher sollten sich unbedingt beide Ausstellungen anschauen, denn die Werke ergänzen sich“, sagt derweil Jutta Laurinat, Leiterin der Flottmannhallen, die den Kontakt zu Enrique Asensi herstellte. Gelsenkirchen legt den Schwerpunkt auf

kleinere Objekte und Wandarbeiten – etwa jene, in denen Enrique Asensi farbigen Wachs auf Holz auftrug und dann mit einer Axt ganz filigrane Muster hineinschlug, die farbig hervorblitzen. Seine jüngsten Arbeiten, mit ausgeritzten Toren und Türen in Wachs auf Papier wecken die Neugierde – zu gern möchte man hinter diese Türen blicken. „Diese Arbeiten sind als Einladung zu verstehen, eine Tür zu einer neuen Denkweise zu öffnen“, erzählt der Spanier, der lange in Kerpen lebte und nun auf einem Weingut bei Barcelona einen eigenen Skulpturenpark eingerichtet hat.

Einprägsame Formen

Die Steinelemente für seine Skulpturen (unter ihnen Diabas, Dolomit, Granit, Kalkstein oder Alabaster) sucht er ebenso sorgfältig aus wie den

Corten-Stahl mit der besonderen Oberfläche: „Die oberste Kruste für mich wichtig, die durch Eisenoxyd- und Kalkablagerungen von der Natur geformt und gezeichnet wurde“, erklärt Asensi, der die schweren, kontrastierenden Elemente zu symmetrischen Skulpturen formt. „Meine Werke sollen sehr einfach funktionieren – wenn man sie ein Mal gesehen hat, bleiben sie für immer im Kopf“, sagt er lachend. Und das funktioniert!

Künstler stellt auch in Herne aus

Auch bei seinen großformatigen Skulpturen, die in den Herner Flottmannhallen (Straße des Bohrhammers 5) zu sehen sind, schafft es Enrique Ansensi immer wieder, Stein und Stahl in einer harmonischen Form zu verbinden. „Die Kombination beider Materialien erzeugt immer eine Spannung“, stellt Asensi selbst fest. Diese Spannung könne sich dann auf den Betrachter übertragen. Viele seine Arbeiten lassen Ausschnitte frei, die einen Durchblick auf die Umgebung ermöglichen. Je nach Standort des Betrachters verändert sich so der Blick auf den Raum, aber auch auf die Skulptur.

Die locker im Ausstellungsraum der Flottmann-Hallen verteilten Skulpturen schaffen im Zusammenspiel mit den an den Wänden angelehnten Werken eine ganz besondere Atmosphäre.

Die Ausstellung in den Flottmann-Hallen wird am Sonntag um 13.30 Uhr eröffnet.

Zur Einführung beider „Duo“-Eröffnungen spricht Professor Friedhelm Mennekes. Die Ausstellung in den Flottmann-Hallen ist jeweils dienstags bis sonntags, 14 bis 18 Uhr, zu sehen, im Kunstmuseum Gelsenkirchen sind die Werke an den gleichen Tagen von 11 bis 18 Uhr zugänglich. Der Eintritt ist frei. Mehr Info auf ruhrkunstmuseen.com

Eröffnet wird „Duo“ an der Horster Straße 5-7 am Sonntag, 19. Mai, um 11.30 Uhr. Es gibt einen Shuttlebus nach Herne (wenige Plätze sind noch frei!).

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