Laubentsorgung

Gelsendienste erklärt: Wer muss wo Laub fegen?

Die Mitarbeiter von Gelsendienste sind im Herbst im Einsatz, um Straßen und Gehwege von Laub zu befreien.

Die Mitarbeiter von Gelsendienste sind im Herbst im Einsatz, um Straßen und Gehwege von Laub zu befreien.

Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen.   Über zehn Tonnen Blätter verlieren die Bäume in Gelsenkirchen im Jahr. Was Anwohner im Herbst beachten müssen und welche Pflichten sie haben.

Noch sind die Temperaturen sommerlich warm, aber die Tage werden kürzer. Die Blätter färben sich in bunten Farben und fallen von den Bäumen. Höchste Zeit zu fragen: Wohin eigentlich mit dem ganzen toten Blattwerk? Sabine Otthöfer von Gelsendienste gibt Antworten auf zehn herbstliche Fragen zum Thema Laub.

1 Die anhaltenden Dürre beschäftigte uns den ganzen Sommer über. Wie hat sich die Trockenheit auf das Laub ausgewirkt? Sabine Otthöfer: Die Bäume haben schon im Sommer angefangen, Laub abzuwerfen. Das ist schon ungewöhnlich, manche Bäume wie zum Beispiel Platanen werfen aber immer Laub ab.

2 Wie viel Laub sammeln eigentlich die Mitarbeiter von Gelsendienste im Jahr? 10.548 Tonnen waren es im letzten Jahr. Stellen Sie sich vor, Sie füllen die Veltins-Arena einmal komplett bis zum Dach mit Laub. So viel ist das etwa.

3 Und was passiert mit dem ganzen Laub?
Wir überführen das an einen privaten Entsorger. Der führt das Laub dann wiederum der Verwertung zu.

4 Von welchen Bäumen stammen diese Blätter?
Da muss ich etwas weiter ausholen. Nach dem Krieg wurden vermehrt Platanen gepflanzt, weil sie schnell wachsen und als sehr resistent galten. Mittlerweile haben wir eine gesunde Mischung. Ich würde sagen: Es gibt fast nichts, was es nicht gibt. Wir setzen auch darauf, nicht einseitig zu pflanzen. Und es ist wichtig, dass der Baum für den Standort geeignet ist. In kleinen Straßen stehen andere Bäume als in großen oder im Park.

5 Wie ist das: Muss ich das Laub auf dem Gehweg vor meinem Haus aufsammeln?
Das kann man nicht generell sagen. Größtenteils räumt Gelsendienste das Laub weg, an anderen Stellen ist das an die Anlieger übertragen worden. Wer wo zuständig ist steht in der Straßenreinigungssatzung. Aber: Laub fällt kontinuierlich und Gelsendienste reinigt nicht alle Straßen täglich. Wir sind also dankbar für Hilfe.

6 Und was passiert, wenn ich das nicht tue?
Gegebenenfalls haftet der Verantwortliche dann im Schadensfall – wenn zum Beispiel jemand ausrutscht und stürzt. Verantwortlich ist immer der Verkehrssicherungspflichtige.

7 Was ist dann mit dem Laub, das aus Nachbars Garten rüberfliegt?
Generell gilt: Da wo Laub liegt, muss es entsorgt werden. Wenn es auf mein Grundstück fällt, muss ich es also wegmachen.

8 Wo kann man das Laub am besten entsorgen?
Da gibt es mehrere Möglichkeiten: Die Biotonne ist eine. Außerdem stellen wir 400 Laubcontainer im Stadtgebiet auf Straßen mit vielen Bäumen auf. Dort kann Laub von Stadtbäumen kostenlos entsorgt werden. Sie können Laub aber auch zu den Wertstoffhöfen bringen.

9 Was kostet die Entsorgung mich?

Die Biotonne kostet je nach Größe ab 29,70 Euro pro Jahr. Auf dem Wertstoffhof können Sie zwei Kubikmeter kostenlos abgeben.

10 Dürfte man die Blätter auch auf den Kompost werfen oder verbrennen?

Kompostieren: Ja, natürlich! Verbrennen ist verboten, weil Laub Abfall ist, den man dann nicht dem Entsorgungsweg zuführt.

>>>Info: Hier steht, welche Straßen gefegt werden müssen

Hier können Anwohner nachsehen, ob Gelsendienste in ihrer Straße die Reinigung übernimmt: www.gelsendienste.de/kopfnavigation/strassenreinigung/strassenreinigungsgebuehrensatzung.pdf

Hotline von Gelsendienste für weitere Fragen: 0209 954 20

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