Büchertausch

Bücherschrank versorgt Feldmarker mit Lesenachschub

Dana Köllmann und Andreas Förster vom Runden Tisch Feldmark stoßen bei der Einweihung auf den neuen Bücherschrank an der Feldmarkstraße an.

Dana Köllmann und Andreas Förster vom Runden Tisch Feldmark stoßen bei der Einweihung auf den neuen Bücherschrank an der Feldmarkstraße an.

Foto: Joachim Kleine-Büning / Funke Foto Services GmbH

Gelsenkirchen-Feldmark.  Ausgelesene Wälzer abgeben, neue mitnehmen: Das ist das Prinzip hinter dem neuen Bücherschrank in Gelsenkirchen. Die Anregung kam von Bürgern.

Vor dem Eingang der Sparkasse an der Feldmarkstraße wird ab sofort getauscht. Seit Freitag steht dafür ein großer weißer Schrank mit zwei Glastüren direkt vor der Bank. Darin reiht sich Ratgeber an Romanze, Krimi an Fantasy. Der neue Bücherschrank verspricht reichlich Nachschub für Lesefreunde aus dem Stadtteil – umsonst und rund um die Uhr.

Voller Stolz präsentieren Mitglieder des Runden Tischs Feldmark kurz vor dem Wochenende ihre neueste Errungenschaft: Nach zwei Jahren, in denen sie sich um Genehmigungen und Liefertermine bemüht hatten und nach einigen Rückschlägen (einmal wurde ein Schrank mit zerbrochenen Scheiben geliefert), steht sie, die Büchertauschbörse. Knapp 1000 Euro hatte die Bezirksvertretung Mitte dafür locker gemacht, beim Aufbau packten die Quartiershelfer der Awo fleißig mit an.

Nachdem der Runde Tisch die Erstausstattung des Möbels dann aus gespendeten Büchern zusammengestellt hatte, kann nun jeder bei dem Projekt mitmachen. Das Prinzip dahinter ist nämlich sehr einfach: Jeder, der an dem Schrank vorbeikommt und ein interessantes Werk dort entdeckt, darf es zum Lesen mitnehmen. Und auch, wer bereits ausgelesene Wälzer im Regal hortet, kann sich beteiligen, denn über Nachschub freuen sich die Lesefans immer. Der kann jederzeit dort deponiert werden.

Hochaktuelle Bücher im Angebot

„Wir hoffen, dass die Feldmarker das gut annehmen“, sagt Andreas Förster vom Runden Tisch bei der Eröffnung. Er präsentiert stolz die Auswahl: „Da sind wirklich hochaktuelle Bücher dabei.“ Und auch, wenn die Nachfrage bei schlechtem Wetter mal besonders groß sein sollte, gebe es genug Spenden, um den Schrank wieder aufzufüllen. Das könnte auch schon bald nötig sein, denn noch bevor Försters Sektglas ganz ausgetrunken ist, bleiben die ersten Passanten neugierig stehen und mustern das neue Angebot.

Angst vor Vandalismus hat der Runde Tisch übrigens nicht. „Die Erfahrungen aus anderen Stadtteilen sind gut“, sagt Dana Köllmann. Außerdem haben sich Paten aus dem Stadtteil gefunden, die regelmäßig vor Ort nach dem Rechten sehen wollen.

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