Bundespolizei

Beziehungsstreit verlagert sich auf Gleise – IC-Notbremsung

Einsatzkräfte der Bundespolizei haben das Pärchen festgenommen. (Symbolbild)

Einsatzkräfte der Bundespolizei haben das Pärchen festgenommen. (Symbolbild)

Foto: Stephan Jansen / dpa

Gelsenkirchen.   Das war knapp: Nur die Vollbremsung eines Lokführers hat verhindert, dass ein auf Schienen streitendes Pärchen überfahren wird.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die schnelle Reaktion eines IC-Lokführers hat nach Angaben der Bundespolizei wohl einem Paar in Gelsenkirchen das Leben gerettet, deren Beziehungsstreit sich auf die Gleise des Zuges verlagert hatte.

Wie die Bundespolizei mitteilte, hatten sich die 53-jährige Frau und der 49-jährige Mann im Hauptbahnhof zunächst am Bahnsteig gestritten. Die Frau sei dann in die Gleise geflüchtet: „Dabei wurde sie von ihrem 49-jährigen Partner verfolgt, der offensichtlich die Auseinandersetzung in den Gleisen fortsetzen wollte“, so die Bundespolizei.

Lokführer verhinderte mit Schnellbremsung ein Überfahren der Personen

Der Lokführer des einrollenden Intercity 2195 (Hamburg-Duisburg) habe geistesgegenwärtig eine „Schnellbremsung“ eingeleitet – „und verhinderte mutmaßlich so ein Überfahren der beiden Personen“, teilte die Bundespolizei mit.

Einsatzkräfte hätten das Pärchen vorläufig festgenommen. Auf dem Weg zur Wache habe der 49-Jährige noch einen Bundespolizisten schlagen wollen. Er sei daraufhin überwältigt und gefesselt worden. Der Mann und die Frau waren laut Bundespolizei „erheblich alkoholisiert“. Gegen beide wurde ein Verfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Der 49-Jährige bekam noch eine Anzeige wegen des Angriffs auf den Polizisten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben